Betrieb und Gewerkschaft

Warnstreikwelle bei Coca Cola Deutschland

26.01.13 - Die Gewerkschaft NGG (Nahrung Genuss Gaststätten) fordert in der Tarifauseinandersetzung bei Deutschlands größtem Getränkehersteller, der Coca-Cola Erfrischungsgetränke (CCE) AG, für die bundesweit 10.000 Beschäftigten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um sechs Prozent, und lehnt die von Coca Cola geforderte weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit strikt ab.

An den ersten drei Tagen haben sich deutschlandweit mehr als 1.700 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Im Rahmen der von NGG seit 21. Januar durchgeführten bundesweiten "Warnstreikwelle" sind bis kommenden Dienstag mehrere dutzend Warnstreiks geplant. Am 25. Januar wurde in Hildesheim und an sechs weiteren Standorten gestreikt. Claus-Harald Güster, stellvertretender Vorsitzender der NGG am Freitag, 25. Januar in einer Pressemitteilung:

"Bis heute Abend werden wir bereits an mehr als 30 Orten Warnstreiks durchgeführt haben. An vielen Standorten stand über Stunden die Produktion, wurde nicht ausgeliefert oder blieben die Schreibtische unbesetzt. Das war ein mehr als deutliches Zeichen. Ich bin mir sicher, dass die Geschäftsführung von dieser Entschlossenheit überrascht ist.

Wir schätzen, dass bis zum letzten Streiktag deutschlandweit etwa 6.000 Beschäftigte an unserer 'Warnstreikwelle' teilnehmen werden. Das zeigt, dass die Beschäftigten voll und ganz hinter unseren Forderungen stehen. Wenn es Ende Januar zu keiner Einigung kommt, muss sich die Arbeitgeberseite natürlich auf neue bundesweite Aktionen einstellen. Wir sind bereit, das haben wir gezeigt." (www.ngg.net)