Umwelt

"Schmähpreise" für Shell und Goldman Sachs

30.01.13 - Mit dem Schmähpreis "Public Eye Award" brandmarken "Greenpeace" Schweiz und die 1968 gegründete Organisation "Erklärung von Bern" (EvB) jedes Jahr während des Weltwirtschaftsforums in Davos besonders krasse Fälle von Profitgier und Umweltverbrechen internationaler Monopole. Den "Public Eye Award" bekamen für Umweltverbrechen der Ölmulti Shell und für Profitgier die US-Investment-Bank Goldman Sachs.

Die Jury begründete ihre Entscheidung so: Ob Hypotheken-, Banken- oder Euro-Pleite, fast an jeder größeren Krise verdiene Goldman Sachs kräftig mit. Dabei schrecke die US-Bank auch nicht vor Geschäften zurück, die aus dem Ruin ganzer Staaten noch Profit ziehen. So habe Goldman Sachs zwischen 1998 und 2009 mit Buchungstricks die Hälfte von Griechenlands Staatsschulden gegen horrende Honorare versteckt.

An der Verschuldungskrise Griechenlands habe Goldman Sachs bereits mindestens 600 Millionen Dollar verdient und Griechenland schulde der Bank weiterhin 400 Millionen jährlich bis 2037. Das seien insgesamt mehr als 10 Milliarden Dollar auf Kosten der europäischen Steuerzahler, hält die Jury fest.

Der "Publikumspreis" für Umweltbrechen geht nach dem Willen von 41.800 Internet-Wählern mit großem Vorsprung an Shell, für dessen rücksichtslose Ausplünderung der Ölvorkommen in der Arktis.