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Streik bei ArcelorMittal im belgischen Liège

Bochum (Korrespondenz), 28.01.13: Die Stahlarbeiter im belgischen Liège sind am 24. Januar in einen Streik getreten (siehe auch "rf-news"-Meldung vom 25.1.13). Der Streik sollte zunächst bis Montag dauern, da für heute Betriebsversammlungen geplant sind. Am Donnerstag hatte ArcelorMittal mitgeteilt, die Kokerei und sechs Kaltbandstraßen stillzulegen. Das bedeutet die Vernichtung von 1.300 Arbeitsplätzen. Von dem ehemals großen Werk würden dann nur noch 800 Arbeitsplätze übrig bleiben, deren Zukunft ungewiss ist. Erst vor gut einem Jahr wurden die beiden Hochöfen stillgelegt.

ArcelorMittal ist von dem erneuten Einbruch der Stahlindustrie betroffen und will noch zahlreiche weitere Werke und Anlagen stilllegen. Dazu gehören auch die beiden Hochöfen in Florange (Lothringen/Frankreich). Nach belgischen Gewerkschaftsangaben sollen die Kaltwalzwerke in sieben von zwölf Werken endgültig geschlossen werden. Betroffen seien Anlagen in Seraing, Ougrée, Chertal, Flémalle und Marchin.

Solidaritätserklärungen können an den belgischen Gewerkschaftsbund FGTB Métal Liège-Luxembourg geschickt werden (info@6com.be, Tel. 0032-04.221.95.75, Place Saint-Paul 9 à 4000 Liège).