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Bergarbeiterkonferenz: Erste Gruppe von Brigadisten eingetroffen

Arequipa (Korrespondenz), 11.02.13: Am letzten Mittwoch ist die erste Gruppe von Unterstützern der 1. Internationalen Bergarbeiterkonferenz in Arequipa eingetroffen und wurde von Vertretern des örtlichen Vorbereitungskomitees herzlich begrüßt. In Peru ist zur Zeit Sommer und im Gebiet von Arequipa gleichzeitig Regenzeit.

Am Freitag, den 8. Februar, setzten nachmittags starke Regengüsse ein, wie sie laut Zeitungsberichten Arequipa seit Aufzeichnung der Wetterverhältnisse noch nicht erlebt hat. Straßen verwandelten sich in Bäche und Ströme, die Häuser überfluteten und Autos mit sich rissen. Mehr als 200 Wohnungen wurden völlig zerstört und 43.000 Menschen von Überflutungen betroffen. Es gab fünf Tote, darunter zwei junge Schwestern, die in ihrem Auto von den Fluten mitgerissen wurden und ertranken.

Auch die Trinkwasserversorgung wurden in Teilen der Stadt auf Grund von Verschmutzungen unterbrochen. Die Infrastruktur befindet sich in einem maroden Zustand, eine Folge des Neokolonialismus. Da unsere Delegation im oberen Teil der Stadt wohnt, waren wir von den Folgen verschont. Trotz dieser Zerstörungen ist die Durchführung der Konferenz nicht gefährdet, da die Veranstaltungsorte und Unterkünfte im höher gelegenen Teil der Stadt gelegen sind und nicht beschädigt sind.

Jedoch zeigt dieses Ereignis, wie die drohende Umweltkatastrophe auch in Arequipa sichtbar wird und die 1. Internationale Bergarbeiterkonferenz genau richtig liegt mit ihrem Anliegen, die Natur vor den Folgen der Profitgier der kapitalistischen Bergbaukonzerne zu schützen. Arequipa ist der richtige Ort für die Durchführung dieser Konferenz.