Politik

Skandal bei der Agentur für Arbeit in Augsburg

München (Korrespondenz), 12.02.13: Weil eine 19-jährige Augsburgerin das "Jobangebot" ihrer Agentur für Arbeit als Servicekraft in einem Bordell nicht annehmen wollte, sich gar darüber beschwerte, übt der Geschäftsführer Roland Fürst nun Selbstkritik: "Hier ist uns ein Fehler passiert. Die Agentur wird künftig noch genauer hinschauen, ob eine Stelle zum Bewerber passe. Gerade bei einer Stelle im Rotlichtmilieu muss es passen."

Fragt sich, ob Herr Roland Fürst sich dann persönlich überzeugen möchte, ob die Arbeitssuchende geeignet dafür sei und wie er die geforderte Voraussetzung "ansprechendes Äußeres" interpretiert? Busenumfang, Beinlänge, Po-Schwung beim Tabledancing oder sonstiger "sogenannter" Service. Man reibt sich fassungslos die Augen.

Die sexuelle Ausbeutung von Frauen also ein offizielles Vermittlungsangebot der Arbeitsagentur? Was ist bei Verweigerung? Gibt es dann Sanktionen? Die Agentur muss sich sofort von derlei Vermittlungen distanzieren.

Service im Puff per Aufforderung durch das Arbeitsamt – das ist ein Skandal. Jedenfalls ein Thema für den 8. März. Liebe Augsburger Frauen, gebt dem Fürst, was ihm gebührt!