Umwelt

Solidarität mit den am Dokumentarfilm "Water Makes Money" Beteiligten

14.02.13 - Die "Bürgerbewegung für Kryo-Recycling, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz e.V." solidarisiert sich den Machern des Film "Water Makes Money". Heute beginnt im Pariser Justizpalast der Prozess des Veolia-Konzerns gegen diesen Film. Angeklagt sind der französische Vertrieb "La Mare aux Canards" und der zentrale Protagonist des Films, der Veolia-Mitarbeiter Jean-Luc Touly. Die "Bürgerbewegung" schreibt:

"Der Dokumentarfilm prangert die Konsequenzen der Wasserprivatisierung für Wasserqualität, Infrastruktur und Preisgestaltung an. In Deutschland wird das Wasser noch zu großen Teilen kommunal verwaltet. Aber weltweit agierende private Konzerne wie Veolia und Suez sind bereits Teilhaber und Dienstleister in hunderten deutscher Gemeinden geworden. In England und Frankreich ist die Wasserversorgung schon seit Ende der 80er Jahre hauptsächlich in privater Hand. ...

Internationale Konzerne haben Wasser längst als Ware für Profitmacherei, für Spekulation und auch als politisches Druckmittel entdeckt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Wasser und die Versorgung mit Wasser als politisches Macht- und Druckmittel eingesetzt werden, ja sogar Kriege darum geführt werden. ...

Veolia ist der Hauptsponsor der EU-Plattform 'Abwasser und Technologie' und stellt auch den Vizepräsidenten und weitere zwei Mitglieder. Dieses Gremium berät die EU-Kommission bei der Auswahl von Forschungsprojekten, deren Förderung Veolia selbst beantragt. ...

Jean-Luc Touly und dem französischen Vertrieb La Mare aux Canards drohen bei einer Niederlage im Prozess hohe Schadensersatzforderungen. Und selbst bei einem Freispruch wäre es für einen milliardenschweren Konzern wie Veolia kein Problem, das Verfahren durch alle Instanzen zu jagen.

Hände weg vom Wasser!

Sofortige Einstellung des Verfahrens gegen den Vertrieb La Mare aux Canards und den Veolia-Mitarbeiter Jean-Luc Touly!"