Umwelt

Schiffskatastrophe im Rhein vor einem Jahr - BASF verantwortlich

St. Goar (Korrespondenz), 23.02.13: Anfang Januar letzten Jahres sank der Tanker "Waldorf" an der Loreley, was ein großes Krisenmanegement erforderte und tausende Menschen hier in der Region in Gefahr brachte, da das Schiff mit hochkonzentrierter Schwefelsäure beladen war. Die Frage nach den Schuldigen schien nicht fest zu stehen. Gestern nun das Ergebnis: Das Schiff wurde von der BASF in Ludwigshafen überladen, was ein normales Manövrieren auf dem Rhein unmöglich machte.

Somit liegt die Verantwortung, so auch das Wasser- und Schiffahrtsamt, eindeutig bei der BASF, wenngleich die Matrosen und der Kapitän, aus dem Ausland stammend, keinerlei Erfahrungen mit der Rheinschiffahrt hatten. Besonders die Rheinregion um die Loreley ist besonders gefährlich und bedarf besonderer Kenntnisse in Navigation wie auch im Umgang mit einer solchen Katastrophe. Beide Kenntnisse seien zwar vorhanden gewesen, nicht aber, was ein überladenes Schiff anbelangt.

Inwieweit die BASF nun zur Rechenschaft gezogen wird, steht noch offen, da sich der Pressesprecher heute auf das damalige Personal berief und versuchte, die Schuld den "bereits aus der Firma ausgeschiedenenen verantwortlichen Mitarbeitern" zu geben. Was den ertrunkenen Matrosen anbelangt, so schweigt man darüber. Bislang, so das Wasser- und Schiffahrtsamt, hat der Rhein noch immer seine Leichen an Land gebracht, also ans Ufer gespült. Es ist nicht erklärlich, dass man dessen Leiche nicht fand.