Politik

Ultrakonservativer wird Chef der Vatikanbank

Köln (Korrespondenz), 19.02.13: Der Finanzmanager Ernst von Freyberg ist neuer Chef der krisengeschüttelten Vatikanbank ("Institut für religiöse Werke"). Freyberg ist Ritter im konservativen katholischen Malteser-Orden. Er ist Aufsichtsratsvorsitzender bei Blohm+Voss und sitzt in weiteren Aufsichtsräten. Sein Vorgänger Tedeschi wurde vor einem Jahr auf Betreiben des Kardinalsstaatssekretärs Bertone abgesetzt. Tedeschi hatte wohl zu eifrig versucht, Geldwäsche und Finanzskandale in der Vatikanbank aufzuklären.

Freyberg soll den Spagat schaffen, den Finanzstandards des Europarats gerecht zu werden, ohne die bisherigen engen Verbindungen mit der Mafia und dem internationalen Finanzkapital aufzudecken. Mit dieser Entscheidung hat Papst Benedikt XVI. erneut Schlüsselpositionen im Vatikan mit Personen besetzt, die die reaktionäre und antikommunistische Politik des Vatikans fortsetzen sollen.