International

Erster Tag der Internationalen Bergarbeiterkonferenz

Arequipa / Peru (Korrespondenz), 02.03.13: In der Architekturfakultät der Universität hat gestern morgen die 1. Internationale Bergarbeiterkonferenz mit 19 Länderberichten begonnen. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer füllten den Saal. Weitere hundert hielten sich im Hof auf und konnten über Kopfhörer in fünf Sprachen die Vorträge verfolgen.

Die Berichte vermittelten anschaulich, wie viele Probleme der Bergarbeiter und ihrer Familien auf der Welt ähnlich und wie sie zugleich auch sehr unterschiedlich sind. In vielen großen Bergbauländern müssen die Kumpel sowohl die Zersplitterung der Bewegung im eigenen Land überwinden und zugleich auch die weltweite Vereinigung gegen große Hemmnisse in Angriff nehmen.

Die führenden internationalen Bergbaukonzerne hinterlassen Spuren der Verwüstung durch Desorganisierung ganzer Regionen und Länder, sie verursachen Verarmung der Massen und Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen. Die Delegierte aus den Philippinen sagte: "Wir stehen mit unseren Füßen auf dem Gold, das unter der Erde schlummert. Aber die Menschen haben nichts davon. Alles gehört den ausländischen Konzernen."

Nach den Berichten hat die Versammlung der gewählten Delegierten unter Ausschluss der Öffentlichkeit begonnen. Zeitgleich fanden neun Foren statt, in denen über Fragen der Lohn- und Arbeitsbedingungen, dem Schutz der natürlichen Umwelt, der Lage und Zukunft der Jugend, der Bergarbeiterfrauen, Fragen der Kampfformen und Organisationen und anderes mehr Erfahrungen ausgetauscht werden.  

Um 18 Uhr wurden weitere Besucher aus der Bevölkerung von Arequipa zu einer Kulturveranstaltung erwartet.