International

Bergarbeiterkonferenz in Arequipa: Bericht über "schmutzigen Krieg" um Rohstoffe im Kongo

28.02.12 - Dazu heißt es in einer aktuellen Presseerklärung des Internationales Vorbereitungskomitees zur 1. Internationalen Bergarbeiterkonferenz (IMC) in Arequipa von heute:

"Der Kongo gilt als eines an Rohstoffen reichsten Länder der Welt mit zugleich der ärmsten Verhältnisse der breiten Massen. Das Potential an Bodenschätzen wird auf 24.000 Milliarden US-Dollar geschätzt. In Rutshuru in Nord-Kivu, einer Bergbauprovinz im Osten des Kongo gab es kürzlich Gefechte zwischen rivalisierenden Rebellengruppen aus der "M23" mit zehn Toten. Im schmutzigen Krieg um die Vorherrschaft dieser Region mit dem für Computer und Handys notwendigen Rohstoff Tantal sind schon 6 Millionen Kongolesen gefallen.

Kongo steht auch vor einer Explosion seiner Erdölförderung. Man erwartet eine Förderung von 25 000 Fass täglich. Es soll von Plattformen in den großen Seen im Osten des Landes gefördert werden, im Tanganjika-See sechs Blöcke, im Kivu-See zehn. Es beginnt außerdem ein Streit mit Angola um eine Lagerstätte unter beiden Ländern, wo Angola alleine 2 Millionen Fass täglich fördert.

In Kasai-Ost stehen die Arbeiter der MIBA (Minière de Bakwanga) im Streik um Lohnzahlung, weil sie seit mehr als 5 Monaten nicht bezahlt wurden. Auf der 1. Internationalen Bergarbeiterkonferenz wird die kongolesische Delegation die Lage und den Kampf der Bergleute in diesem Land aus erster Hand berichten. (Arequipa, 27.02.2013)"