Opel Berichte

Opel-Belegschaft will nicht den Nokia-Weg gehen!

01.03.13 - Durch die bürgerlichen Medien geht seit gestern abend die Kunde, dass IG-Metall-Führung und Opel-Aufsichtsratschef Steve Girsky mit ihrem Mastervertrag einen "Durchbruch" erzielt hätten. In Wahrheit handelt es sich um üble Spaltung und Erpressung durch den GM-/Opel-Vorstand und einen Kniefall ohne jegliches Mandat seitens der IGM-Führung (rf-news berichtete gestern).

Ein Vertreter der Betriebsratsliste "Offensiv" bei Opel in Bochum sagte heute mittag im Gespräch mit "rf-news":

Rainer Einenkel, Bochumer Betriebsratsvorsitzender, der das Machwerk nicht unterschrieben hat, hat großen Rückhalt im Betriebsrat und in der Belegschaft. Es werden jetzt üble Hetze und Spaltungsversuche verbreitet, wonach "die Bochumer" schuld seien, wenn man nachher gar nichts bekäme, keine Abfindungen, keine Standortsicherung bei den anderen Werken, keine Ersatzarbeitsplätze. Diese Spaltung weisen wir zurück. Tatsächlich sind die geplanten Anrgiffe auf die anderen deutschen Opel-Werke noch gar nicht richtig bekannt. ... Wenn das das Verhandlungsergebnis sein soll, dann überlegen wir jetzt natürlich, wie wir vonseiten der Belegschaft den Druck erhöhen. Ob wir wieder raus auf die Wiese gehen, wie lange wir einen Streik durchhalten und viele andere Fragen werden diskutiert. ... Die Opel-Belegschaft, das wird in der ganzen Auseinandersetzung deutlich, will nicht den Nokia-Weg gehen. (Mehr aus dem Gespräch mit dem "Offensiv"-Betriebsrat hier)

Das Solidaritätsfest am 3. März 2013 in der Bochumer Innenstadt ab 11.00 Uhr rund um den Rathausplatz und auf dem Boulevard muss zum unüberseh- und unüberhörbaren Zeichen des gemeinsamen standort- und betriebsübergreifenden Kampfs um jeden Arbeitsplatz werden. Und es ist eine hervorragende Gelegenheit, über die vielen aufgebrochenen Fragen zu sprechen.

Wie ein Kollege von Opel Bochum heute morgen im Interview am Tor sagte: "Klar kämpfen, fangen wir Sonntag an, Solifest und dann sehen was Montag passiert. Sind ja nicht nur wir betroffen. Hängen ja noch weitere 40.000 Kollegen dran. Dann geht hier alles dicht im Revier. Dann sind wir nicht die einzigsten, dann geht das weiter. Wenn die anderen mitziehen würden. Nicht eine Woche, sondern länger."