International

Solidarität mit Bergarbeiterstreik in Kolumbien!

26.02.13 - Das Internationale Vorbereitungskomitee zur 1. Internationalen Bergarbeiterkonferenz (IMC) in Arequipa vom 28. Februar bis 3. März 2013 gab hierzu am 23. Februar 2013 die folgende Pressemitteilung an die peruanische Presse heraus:

"In Kolumbien wird der größte Kohletagebaubetrieb "El Cerrejón" seit dem 7. Februar bestreikt. 13.450 Beschäftigte hat diese Kohlemine. Die Forderungen der Bergarbeiter betreffen nicht nur eine Lohnerhöhung von mindestens 7 Prozent, sondern auch, dass der Tarifvertrag auf die 5.000 Leiharbeiter angewendet wird. Außerdem fordern die Gewerkschaften einen verbesserten Gesundheitsschutz und höhere Investitionen für den Umweltschutz. Die Tagebauförderung von "El Cerrejón" hat die Halbinsel Guajira in großen Teilen bereits zerstört. Durch den Tagebau wurden Teile der lokalen, teilweise indigenen Bevölkerung vertrieben und wichtiger Einkommensquellen wie z. B. der Fischfang beraubt. Die Bergleute sind bereits seit Dezember in Verhandlungen mit dem Bergbaukonzern getreten. Dieser ist ein Konsortium von Anglo American (Großbritannien), BHP Billiton (Australien) und Clencore-Xstrata (Schweiz), also drei großer internationaler Bergbaumonopole. Die Streikenden leben während des Streiks in einem Camp und erhalten wie in vielen Ländern keinerlei finanzielle Unterstützung und Ausgleich. Die Versorgung findet in selbstorganisierten Volksküchen statt. Die Solidarität mit diesen Bergleuten ist eine internationale Pflicht.

Der internationale Hauptkoordinator der 1. Internationalen Bergarbeiterkonferenz aus Deutschland, Stefan Engel, erklärt: 'Es ist eine internationalistische Pflicht, den Kampf der Bergleute von 'El Cerrejón' in Kolumbien vorbehaltlos zu unterstützen. Viele der Forderungen und Probleme, die wir von dort kennen, sind auch Forderungen, die auch aus anderen Ländern Lateinamerikas, Afrikas, Asiens bekannt sind.  Wir freuen uns auf die Berichterstattung der Delegation aus Kolumbien auf der Internationalen Bergarbeiterkonferenz.'" (Arequipa, 23.02.2013)