International

Erste Weltkonferenz der Bergarbeiter ging erfolgreich zu Ende

Arequipa (Peru), 04.03.13 - Die erste Internationale Bergarbeiterkonferenz ist am Sonntag um 16 Uhr Ortszeit mit dem gemeinsamen Singen des Liedes "Santa Barbara bendita" zu Ende gegangen. An der Konferenz haben sich fast 500 Vertreter aus 25 Nationen beteiligt. Der Abschlusstag begann mit einem gemeinsamen feierlichen Marsch von der Plaza des Armes im Zentrum zum Veranstaltungsort an der Universität de la UNSA von Arequipa.

Eindrucksvolle Kurzberichte aus den neun Diskussionsforen belegten einen Schatz vielfältiger Erfahrungen über die harte Arbeit der Frauen und Männer, die in tiefen Schächten oder gesundheitsruinierendem Tagebau unter großen Gefahren die Naturschätze aus der Erde fördern. Der südafrikanische Delegierte und Teilnehmer der Generalversammlung der internationalen Bergarbeiterdelegierten meinte gegenüber rf-news: "Ich habe hier erfahren, wie ähnlich die Lage von uns Bergarbeitern auf der Welt ist. Die Konferenz spornt mich an, mich noch mehr einzusetzen die Organisierung unter meinen Kollegen an der Goldmine noch mehr voranzutreiben."

Einstimmig wurde das Abschlusskommunqué verabschiedet. Es fasste die gesamte Konferenz, ihre Vorbereitung und ihre drei Säulen - die beschlussfassende Generalversammlung der 33 gewählten Bergarbeiterdelegierten, den Erfahrungsaustausch in den neun Foren und die kulturelle Vereinigung der Herzen aller Teilnehmer - zusammen.

Das Abschlusskommuniqué widmete die Erste Internationale Bergarbeiterkonferenz dem 1989 entführten, gefolterten und ermordeten peruanischen Bergarbeiterführer Saúl Cantoral. Er war ein unbeugsamer mutiger Vorkämpfer der Bergarbeiterbewegung und steht stellvertretend für alle, die im Freiheitskampf der Bergleute ihr Leben ließen.

Am Ende der Schlussworte wurde vom nationalen Vorbereitungskomitee von Peru der Stab an den indischen Vertreter überreicht. Er versprach unter großem Beifall, alles dranzusetzen, dass die 2. Weltkonferenz der Bergarbeiterinnen und Bergarbeiter in vier Jahren in Indien stattfinden wird.