Politik

Oberhausen: Bürger kämpfen gegen Stilllegung einer Bushaltestelle

Oberhausen (Korrespondenz), 08.03.13: Über 60 wütende Anwohner machten ihrem Unmut bei der Sitzung der Bezirksvertretung in Oberhausen-Osterfeld und Oberhausen-Sterkrade Luft. Ausgerechnet in ihrem Wohnviertel, wo viele ältere Menschen und ehemalige Bergleute wohnen, wollen die „Stadtwerke Oberhausen (STOAG)“ um „Kosten“ einzusparen, die Bushaltestelle „Flöz Röttgersbank“ schließen. Den Menschen soll zugemutet werden, künftig bis zu 30 Minuten zum nächsten Bus zu laufen. Kein Einzelfall. Um eine Million Euro einzusparen, werden vorwiegend in Wohngebieten, in denen ältere Menschen oder Familien mit sehr niedrigem Einkommen wohnen, Haltestellen dicht gemacht und Buslinien ausgedünnt. Zum Teil sollen Busse nur noch stündlich fahren.

Der gesamte Nahverkehr in Oberhausen ist auf Europas größtes Einkaufszentrum, das „CentrO“ ausgerichtet, wo während der Geschäftszeiten im 5-Minuten Takt Busse und Straßenbahn auf einer eigens gebauten Schnellbus-Trasse verkehren. „Der Unmut wächst, das lassen wir uns nicht bieten“, so mehrere Anwohner. Sie haben in kürzester Zeit 350 Unterschriften gegen die Schließung der Haltestelle gesammelt. Ein richtiger Schritt. Der öffentliche Nahverkehr muss bezahlbar und auf die Bedürfnisse der zahlreichen Menschen in den Stadtteilen ausgerichtet sein, und nicht auf den Milliarden-Umsatz im CentrO.