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Spannende Reise zu den Frauen in sechs asiatischen Länder

Spannende Reise zu den Frauen in sechs asiatischen Länder
Monika Gärtner-Engel bei der gleichen Veranstaltung in Gelsenkirchen im November 2012

Stuttgart (Korrespondenz), 13.03.13: Rund 160 Besucher waren am 10. März ins Arbeiterbildungszentrum Süd gekommen, um dem Bericht über eine beeindruckende Reise in sechs asiatische Länder zu Frauen aus dem Weltfrauenprozesses, zu revolutionären Organisationen und neuen Freundinnen und Freunden von Monika Gärtner-Engel zu folgen.

Lebendig berichtete sie von ihren Erfahrungen von denen hier nur wenige genannt werden können: In Pakistan haben gewerkschaftlich organisierte Frauen in Niederlassungen von "esprit" und "kik" vergleichsweise hohe Löhne erkämpft. In Indonesien will sich der Frauenverband PERPENI landesweit ausdehnen und setzt sich für die Bedürfnisse der Massen, wie Schulen und den Ausbau des Gesundheitswesens ein. Der philippinische Frauenverband GABRIELA sorgt für die Ausbildung von Frauen unter anderem auf dem Sektor von Bildung und Kultur und ist dabei, eine Umweltpartei zu gründen, um so noch besser die eigenen Ideen verbreiten zu können. In Bangladesch sind allein im Raum Dakhar rund 4,5 Millionen Frauen teilweise unter schlechtesten Bedingungen in der Textilindustrie beschäftigt. Für sie steht die Forderung nach einem Mindestlohn im Mittelpunkt ihres gewerkschaftlichen Kampfs. In Nepal gab es intensive Gespräche über die Breite des Weltfrauenprozesses bzw. um die Frage einer falschen Beschränkung auf revolutionäre Organisationen. In der Umgebung von Delhi in Indien fand 2012 ein bemerkenswerter Arbeitskampf bei SUZUKI statt. Die Belegschaft setzte sich hier für die Rechte der Leiharbeiter ein und es gibt Interesse am "Internationalen Automobilarbeiterratschlag".

In der Diskussion ging es unter anderem um die Notwendigkeit, Mädchen und jüngere Frauen im Weltfrauenprozess zu organisiere. Auch müssen die Verbindungen zwischen Frauen- und Umweltbewegung gestärkt werden. Der Kampf des Frauenverbands "Courage" gegen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit wurde als ein Beitrag des Kampfs gegen den modernen Antikommunismus gesehen. Der Kampf von Frauen im Stuttgarter Hallschlag gegen drohende extreme Mieterhöhungen fand Beifall und Solidarität.