Politik

"Ich lasse mich von den faschistischen Morddrohungen nicht einschüchtern"

21.03.13 - In einem Brief wendet sich der Oberhausener Betriebsrat und frühere MLPD-Bundestagskandidat Reinhardt Meyer an die Medien. Er berichtet über faschistische Morddrohungen gegen seine Person:

"Ich bin Mitglied des Betriebsrates und der IG-Metall-Vertrauenskörperleitung bei MAN Diesel&Turbo SE in Oberhausen. In den Jahren 2005 und 2009 habe ich als Direktkandidat für die MLPD/Offene Liste zum Bundestag kandidiert. Im vergangenen Jahr erhielt ich insgesamt sechs schriftliche Morddrohungen aus der faschistischen Szene, die alle im gleichen Stil aufgemacht waren und mit 'Anti-Antifa' unterschrieben sind.

Die Angelegenheit wurde im Betrieb bekanntgemacht, ich erhielt breite, solidarische Unterstützung seitens der Kolleginnen und Kollegen, des Betriebsratsvorsitzenden und anderer Gewerkschafter, sowie von  zahlreichen antifaschistisch eingestellten Menschen außerhalb des Betriebes. ...

Vergangene Woche war die nun mittlerweile siebte Morddrohung im Briefkasten, in der gleichen Machart wie 2012. Ich muss davon ausgehen, dass hier faschistische Kreise am Werk sind, um mich einzuschüchtern.
Die Tätigkeit der Faschisten richtet sich gegen Ausländer, Andersdenkende, Linke, Gewerkschafter, Sozialdemokraten und Marxisten-Leninisten. Angesichts der Krisenentwicklung wittern sie wohl Morgenluft. ...

Ich werde alles daran setzen, dass die Hintermänner der feigen Morddrohungen ermittelt und strafrechtlich belangt werden. Und ich werde mich von den faschistischen Morddrohungen weder einschüchtern noch von meiner Arbeit als Betriebsrat und IG-Metall-Funktionär oder meinen sozialistischen Idealen abbringen lassen."

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