Kultur

Otto Dix - "Das Auge der Welt"?

Stuttgart (Korrespondenz), 25.03.13: Die "Neue Sachlichkeit" ist eine Strömung in der Malerei der Zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, die sich als Gegenbewegung zur abstrakten Malerei und zum Expressionismus verstand. Otto Dix war einer der Gründer und Hauptvertreter der "Neuen Sachlichkeit". Dabei sah er sich als "Auge der Welt", das mit unbestechlichem Blick schonungslos mit seiner Malerei das soziale Elend der Zwanziger Jahre und die bis dahin unvorstellbaren Gräuel des I. Weltkriegs ohne persönliche Gefühle darstellte. So wundert es nicht, dass sich Otto Dix mit seinen Bildern den erbitterten Hass von Militaristen, Faschisten oder Nationalisten zuzog. Während des deutschen Faschismus erhielt er als so genannter "entarteter Künstler" Ausstellungsverbot.

Otto Dix war einer der Gründer und hauptsächlichen Vertreter der "Neuen Sachlichkeit". Eine so umfassende Ausstellung seiner Werke und von Bildern anderer Vertreter dieser Kunstrichtung wie derzeit in Stuttgart ist nur selten zu sehen. Am 7. April findet dazu eine Führung unter dem Motto: "Wie sachlich ist die 'Neue Sachlichkeit'?" Dabei geht es in erster Linie um einen Gedankenaustausch der Ausstellungsbesucher nach gemeinsamer Bildbetrachtung. Erfahrungsgemäß wird das spannend.

Die Führung findet am Sonntag, 7.April um 11 Uhr statt.

Treffpunkt: Kunstmuseum der Stadt Stuttgart ("Kubus") Schlossplatz, Eingangsbereich. Eintritt: 8 Euro (ab 10 Teilnehmer 6.50 Euro); Dauer ca. 2 Stunden; Leitung: Götz Schubert.