Umwelt

Internationaler Kampftag zur Rettung der natürlichen Umwelt am 16. November 2013

08.10.13 - Ende September erschien der Aufruf des Internationalen Koordinierungkomitees ICC der ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) zur Unterzeichnung an alle 45 Mitgliedsorganisationen. Täglich erreichen uns neue Meldungen über Umweltkatastrophen und über die ungerührte Fortsetzung einer globalen Umweltpolitik des allein herrschenden internationalen Finanzkapitals, die die Welt in eine Katastrophe treiben würde.

Der geborstene Atommeiler Fukushima ist nicht in den Griff zu kriegen. Massenhafter Austritt von täglich 300 Kubikmeter verstrahltem Wasser verseucht den Pazifik. Aber in den USA wird bereits die Inbetriebnahme von neuartigen Atomreaktoren mit Atommüll erforscht und geplant. Bill Gates, der dem Konsortium vorsitzt, verspricht damit eine "Energiesicherheit auf 800 Jahre"!

Der aufgedeckte Skandal über die Einbringung hochgiftiger Industrieabfälle in ehemaligen Zechen offenbart ein bedrohliches Szenario der Vergiftung ganzer Landschaften weit über das Ruhrgebiet hinaus.

Flächendeckend soll nach den USA auch in Mitteleuropa die Gasgewinnung per Fracking-Verfahren durch führende Energie- und Rohstoffkonzerne durchgesetzt werden. Es würde nicht nur die Trinkwasser-Reservoire auf Dauer vergiften. Es würde das gesamte Leben in der oberen Erdkruste - und damit eine wesentliche ökologische Existenzgrundlage menschlichen Lebens - unwiederbringlich zerstören. Zudem würde die Verbrennung der gewonnenen Gasmengen den Weg in die Klimakatastrophe beschleunigen.

Die kapitalistische Profitwirtschaft ist unvereinbar geworden mit dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit.

Der Aufruf des ICC mahnt:

"Mitte November tagt in Warschau eine erneute Weltklimakonferenz. Diese UN-einberufenen Umweltkonferenzen versuchen, Ernsthaftigkeit in der Klimafrage zu heucheln und zugleich von den Monopolprofitwirtschaft als Hauptverursacher der globalen Klimaveränderung abzulenken. Sie sollten den Eindruck vermitteln, die imperialistischen Regierungen würden sich unermüdlich um die Rettung des Klimas kümmern. Tatsächlich setzt das internationale Finanzkapital unter der verlogenen bürgerlichen Parole von der Vereinbarkeit von Ökologie und Ökonomie die Existenz der Menschheit immer mehr aufs Spiel. ...

Die ICOR ruft dazu auf, am diesjährigen internationalen Umweltkampftag der ICOR kämpferische Manifestationen und breite Aktionseinheiten vorzubereiten und durchzuführen. Sie mobilisiert zur Großdemonstration am 16. November in Warschau. Umfassende Maßnahmen zum Klimaschutz dürfen nicht weiter aufgeschoben werden!

Sofortiger Ausbau umweltschonender Energien!

Senkung der Treibhausgasemissionen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2020.

Stopp der Waldrodung insbesondere der tropischen Regenwälder und großflächige Aufforstungsprogramme.

Internationale und sofort umsetzbare Abkommen zum Schutz der Weltmeere.

Sofortige Stilllegung aller Atomanlagen auf Kosten der Betreiber – weltweit!

Sofortige und bedingungslose Vernichtung aller Atomwaffen!

Rettet die Umwelt vor der Profitgier der Monopole!

Für eine internationale Front des aktiven Widerstands zum Schutz der natürlichen Umwelt!

Kampf für eine sozialistische Gesellschaft, wo die Einheit von Mensch und Natur wieder hergestellt werden kann!"

(Der Aufruf erscheint in vollständiger Länge in der kommenden Ausgabe der "Roten Fahne" 41/2013 und kann unter www.icor.info nachgelesen werden)