Wissenschaft und Technik

Physik-Nobelpreis für Higgs und Englert

09.10.13 - Mit dem Nobelpreis für Peter Higgs und Froncois Englert wird eine wissenschaftliche Leistung gewürdigt, die objektiv ein bedeutender Schritt zu einer dialektischen Entwicklungstheorie der Materiebausteine im Mikrokosmos in der Teilchenphysik und der Kosmologie ist. Ihre Theorie der Existenz eines sogenannten Higgs-Feldes wurde im letzten Jahr durch erste Auswertungen einer Reihe von Experimenten am größten Teilchenbeschleuniger der Welt, dem CERN in der Schweiz, mit großer Wahrscheinlichkeit bestätigt.

Higgs, Englert und ihre Mitarbeiter haben ein Rätsel gelöst, das sich nach der Entdeckung einer Vielzahl kleinster subatomarer Elementarteilchen in den 1970er und 1980er Jahren auftat. Nämlich wie hängen diese zusammen? Warum entstehen daraus komplexere Strukturen, Atome usw.? Englert und Higgs hatten schon Anfang der 1960er Jahre eine revolutionäre Theorie aufgestellt: Die Masse kleinster Elementarteilchen entsteht durch ein Feld welches den gesamten Raum durchzieht. Das wurde später als "Higgs-Feld", bezeichnet.

Der Nachweis eines Higgs-Teilchens untermauert diese Theorie. Mit einer angeblich göttlichen Schöpfung hat das Teilchen gar nichts zu tun, auch wenn es in den Massenmedien auf den Namen "Gottesteilchen" getauft wurde. Der Zusammenhang zu Gott kam nur daher, weil ein Physiker nach jahrzehntelanger vergeblicher Forschung entnervt fragte, wo denn das "gottverdammte Teilchen" eigentlich stecke.

Das Higgs-Teilchen ist objektiv ein bisher fehlendes Kettenglied im Verständnis der Herausbildung der uns heute bekannten subatomaren Grundbausteine der Materie. Das wird wieder neue Erkenntnisse geben und auch neue Fragen aufwerfen in dem unendlichen Prozess der immer tieferen Erforschung der materiellen Welt und ihrer Nutzung für die Menschheit.

Die neue "Rote Fahne" 41/2013 wird ausführlicher in einem Artikel die Bedeutung der Theorie von Higgs und Englert behandeln.