Politik

Breite Solidarität für Jugendpfarrer Lothar König

Jena (Korrespondenz), 05.04.13: Der Jenaer Jugendpfarrer Lothar König steht seit gestern vor Gericht, weil er beim Protest gegen Neonazis zu "Gewalt gegen Polizisten" aufgerufen haben soll (siehe "rf-news"-Meldung vom 19.3.13). Der Prozess beim Amtsgericht Dresden wurde von einem riesigen Medienandrang begleitet. Vor dem Amtsgericht hatten sich zahlreiche Unterstützer Königs versammelt. Sein Anwalt erhob beim Prozessauftakt schwere Anschuldigungen. So werde einfach der Schluss gezogen: Antifaschist König habe eine Neonazi-Demo verhindern wollen und das gehe zwingend nur mit "Gewalt".

Viele der Unterstützer halten den Prozess für politisch motiviert. Damit würden engagierte Gegner von faschistischen Aufmärschen kriminalisiert, hieß es. Unterstützung erhielt König unter anderem von seiner Tochter Katharina, die für die Linkspartei im Thüringer Landtag sitzt. Auch der Thüringer "Linke"-Fraktionschef Bodo Ramelow, der Jenaer SPD-Oberbürgermeister Albrecht Schröter und der frühere Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, Christian Führer, saßen im voll besetzten Saal.

Die MLPD Dresden hat sich an der Kundgebung zum Prozessauftakt beteiligt und ihre Solidarität mit Pfarrer König bekundet. In diesem Zusammenhang unterschrieben Kundgebungsteilnemer auch für die Wahlzulassung der MLPD zu den Bundestagswahlen erhalten und es konnten etliche Kontakte geknüpft werden.