International

Britische Luftwaffe an Folter im Irak beteiligt

08.04.13 - Britische Soldaten sollen sich jahrelang an der Folter irakischer Gefangener beteiligt haben. Dies berichten einige beteiligte Soldaten gegenüber der britischen Tageszeitung "The Guardian" nun selbst.

Der damalige britische Verteidigungsminister Geoff Hoon streitet bis heute jede Kenntnis über die Beiteilung britischer Soldaten ab.

Beteiligt waren dem Bericht zufolge Soldaten der britisch-amerikanischen Spezialeinheit "Task Force 21". Diese seien ursprünglich mit dem Suchen von Massenvernichtungswaffen betraut gewesen. Als sich diese als nicht existent herausstellten, seien die Soldaten mit "der Jagd nach Leuten, die den Aufenthaltsort des entthronten Diktators und seiner Anhängern kennen könnten und nach Al-Qaida- Anführern" beauftragt worden.

Verdächtige seien von Angehörigen des US-Militärs und ziviler Dienste immer wieder "brutal befragt" worden. "Ich sah, wie sie einem Mann seine Prothese abnahmen, ihn damit auf den Kopf schlugen und ihn dann vom LKW warfen", berichtet ein namentlich nicht genannter Soldat gegenüber der Zeitung. In anderen Fällen seien irakische Gefangene über "lange Zeiträume in Zellen von der Größe einer Hundehütte gehalten" und mit Elektroschockern misshandelt worden.

Das am Bagdader Flughafen gelegene amerikanische Geheimgefängnis "Camp Nama" steht seit Jahren in der Kritik.