Umwelt

"Endlager Meeresgrund" (Filmtipp)

13.04.13 - Vor der Küste Europas im Ärmelkanal lagern über 100.000 Tonnen radioaktiver Müll in Fässern, die noch in den 1970er Jahren von den Atommonopolen in der Nordsee "verklappt" wurden. Früher wurden die Versenkungsgebiete regelmäßig untersucht und Meeresboden, Wasser und Fische auf Radioaktivität kontrolliert.Dabei wurden Radionuklide gefunden, die darauf hindeuten, dass Fässer leckgeschlagen sind. In Fischen wurden Spuren von Plutonium gefunden. Doch dann wurden die Untersuchungen in der Umgebung der sogenannten "Dumping Grounds" auf Druck der Regierungen eingestellt.

Seit 1995 ist es zwar weltweit verboten, Atommüll von Schiffen aus im Meer zu verklappen. Aber jeden Tag werden radioaktives Abwässer von den nuklearen Aufbereitungsanlagen in den Ärmelkanal und die Irische See gepumpt. Fakten über die Auswirkungen der Verseuchung und die Langzeitfolgen werden heruntergespielt und verheimlicht. Die Filmemacher Thomas Reutter und Manfred Ladwig haben sich mit einem Schiff, Spezialausrüstung und Unterwasserkameras auf die Suche nach den versenkten Atommüllfässern gemacht. Unterstützt von Harald Zindler, einem der Aktivisten, die damals im Schlauchboot gegen die Verklappungen kämpften.

Es entstand eine beeindruckende Dokumentation, auch über die Schäden, die dieser Atommüll bei Menschen und in der Umwelt mittlerweile angerichtet haben.

Dienstag, 23. April um 20:15 Uhr, auf ARTE.