Umwelt

ExxonMobil vertuscht Ölpest in Arkansas

Recklinghausen (Korrespondenz), 13.04.13: Ende März ergoss sich Teerschlamm aus der 65 Jahre alten "Pegasus"-Pipeline über die Stadt Mayflower und die umliegenden Wälder in Arkansas. Daraufhin mussten 22 Häuser evakuiert werden. Erst nach zwölf Stunden wurde die Pipeline abgedreht, die Rohöl von Pakota in Illinois nach Texas bringt. Informationen zu dem Riss in der Pipeline sickerten erst spät und langsam durch.

ExxonMobil versuchte die Ölpest zu vertuschen. Beschäftigte von Exxon übernahmen Polizeiaufgaben und kontrollierten den Zugang zum Gelände. Polizisten arbeiten in ihrer Freizeit mit staatlicher Polizeiuniform als Exxon Sicherheitsmitarbeiter. Journalisten wurde unter Drohung von Haftstrafen der Zugang verboten.

Auch die Flugverbotszone wird von einem Berater der mit Exxon in enger Verbindung steht kontrolliert. An örtliche Schulen wurden großzügige Spenden verteilt. Im Gegenzug dürfen Lehrer und Eltern nicht mit Journalisten sprechen. Auf YouTube zeigen Amateuraufnahmen Ölschlämme, die in ein Feuchtgebiet im Wald gepumpt und mit Papiertüchern abgedeckt werden. ExxonMobil ist in Deutschland bekannt für Gasfracking. Auch dort wurden schon Unfälle in Niedersachsen vertuscht.