Umwelt

USA: Trotz Gen-Mais immer mehr Insektizide im Einsatz

Oberhausen (Korrespondenz) 11.04.13: In den USA, größter Maisproduzent der Erde mit über 50 Prozent der Weltproduktion, werden bei der enormen Ausweitung des Anbaus von gentechnisch verändertem Mais auch immer mehr Insektizide auf Gentechnik Maisfeldern eingesetzt. Fast die Hälfte der Farmer im Bundestaat Illinois plant 2013 laut Agrarprofessor Mike Gray von der Universität Illinois, zusätzliches Gift zur Schädlingsbekämpfung auszubringen. Gentechnisch veränderter „Bt-Mais“ setzt aufgrund eines eingebauten Bakterien-Gens permanent Gift frei, um den Schädling "Maiszünsler" zu töten.

In der Folge nahmen jedoch andere Insekten den Platz dieses Schädlings ein und der Maiszünsler entwickelte Resistenz gegen das Insektizid der genmodifizierten Pflanze. Die weltweite Ausbreitung der Gentechnik in der Landwirtschaft erfolgt unter dem Diktat der mit der Pharmaindustrie verflochtenen Agrarmonopole. Diese auch in Deutschland inzwischen zugelassene Gentechnik ist ein riesiges Umweltverbrechen. Das Toxin der Gen-Maispflanze gelangt gemeinsam mit Pollen, Blättern und anderen Pflanzenteilen in die Oberläufe von Flüssen und verseucht das Wasser, gefährdet zahlreiche Tiere und das ganze Ökosystem. (US-Fachjournal PNAS)