Politik

Der Widerstand gegen "Stuttgart 21" lebt

Stuttgart (Korrespondenz), 16.04.13: Nach der Montagsdemonstration am 8. April mit ca. 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Kälte und im Regen fand in den Räumen des Kunstvereins eine bemerkenswerte Veranstaltung auf Einladung der Blockadegruppe der Parkschützer statt. Es ging um das Thema: "Wie können wir Stuttgart 21 noch stoppen?"

Mit dem Beschluss des Aufsichtsrats der DB zum Weiterbau von "S21" trotz der Sprengung des "Kostendeckels" um sage und schreibe 2 Milliarden Euro war die Hoffnung von vielen Menschen im Widerstand, das Spekulationsprojekt würde an den wirtschaftlichen Kosten scheitern, geplatzt. Inzwischen werden in der ganzen Stadt weiterhin Bäume gefällt, Trassen vorbereitet, das ECE-Center im rasenden Tempo vorangetrieben, Umleitungen gelegt und die blauen Rohre für das sogenannte Grundwassermanagement bis hinein ins Kernerviertel verlegt. Das gesamte Bild der Stadt ändert sich ...

So unterschiedlich die Vorstellungen über die Entwicklung des weiteren Widerstandes waren, so war man sich in einer Sache völlig einig: der Widerstand wird weitergehen und er geht weiter mit den vielfältigsten Aktionen, den Montagsdemonstrationen, der Mahnwache ... - denn "S21" ist ein Wahnsinnsprojekt gegen Mensch und Natur. In der anschließenden demokratischen Diskussion wurde diese Vielfalt in der Einheit des Widerstandes bekräftigt und der Vorschlag für einen bundesweiten Aktionstag, wie ihn Volker Lösch und Guntrun Müller-Enßlin vorgeschlagen haben, sehr positiv aufgegriffen.

Am 19. April findet die 12. Aktionskonferenz des Widerstandes gegen "S21" unter dem Motto "Das Lügenpack macht weiter - wir auch!" statt. Hier wird die begonnene Diskussion vertieft werden, um sich auf die neuen Aufgaben einzustellen. Am 20. April folgt das überregionale Vorbereitungstreffen zum "3. Forum gegen aufgezwungene und unnütze Großprojekte", das vom 25. bis 27. Juli in Stuttgart in den Wagenhallen stattfinden wird. Jegliche Unterstützung ist willkommen.