Politik

Schöningh-Verlag nimmt antikommunistisches Buch aus dem Handel

18.04.12 - Die MLPD informiert aktuell über einen weiteren Erfolg gegen die Meinungsmacher des "Verfassungsschutz". In einer Pressemitteilung heißt es: "Unmittelbar nach dem Urteil des Landgerichts Essen am 11. April gegen das Buch "Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr?" erklärte der Verlag gegenüber der Presse, "man habe das Buch vom Markt genommen". Das bestätigte auch Verlagssprecherin Alexandra Schmidt.

"Wir freuen uns über diesen Erfolg", so Monika Gärtner-Engel, stellvertretende Vorsitzende der MLPD. "Es ist ein Erfolg für die ganze Anti-Antikommunismus Bewegung und alle fortschrittlichen, linken und revolutionären Menschen in Deutschland. In diesem Buch, das jetzt vom Markt verschwindet, wird ja nicht nur die MLPD mit Lügen und Verleumdungen überzogen, sondern auch viele andere, wie die Linkspartei, die DKP und andere."

Bis heute ist unklar, warum der Paderborner Schöningh-Verlag, der sich  gerne als Wissenschaftsverlag versteht, sich überhaupt zur Veröffentlichung eines solchen Machwerks hergegeben hat. Warum war erst ein Prozess notwendig, um das Buch vom Markt zu nehmen?

Der Prozess hat nur bestätigt, was schon vorher offenkundig war: dieses Buch, der Autoren Rudolf van Hüllen und Harald Bergsdorf - beides ehemals hochrangige Verfassungsschutzleute – kann sich auf keinerlei Fakten oder gar Beweise berufen. Hauptsächlich gestützt auf die dubiosen »Verfassungsschutzberichte« ist es nichts anderes, als regierungsamtliche Meinungsmache. 

Die Rücknahme des Buches ist ein weiterer (Teil-)Erfolg der MLPD gegen die selbstherrlichen, intriganten antikommunistischen Gepflogenheiten des "Verfassungsschutzes". Das Landgericht hatte vorher bereits die Streichung zweier Passagen aus dem Buch angeordnet.

Die MLPD wird trotz dieses Erfolges gegen das Urteil Berufung einlegen und weiter politisch gegen den Antikommunismus in die Offensive gehen. Den Verfassungsschutzautoren müssen sämtliche Verleumdungen auch in anderen Publikationen untersagt werden. 

Nicht zuletzt soll die MLPD für den ersten Prozess auch noch knapp 84 Prozent der auf rund 7.600 Euro festgesetzten Prozesskosten zahlen – obwohl sie verleumdet wurde!