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Dhaka: Massenprotest von Arbeitern nach Einsturz einer Textilfabrik

26.04.13 - Während die Zahl der Toten nach dem Einsturz des achtstöckigen Fabrikgebäudes immer weiter steigt (aktuell liegt sie bei 300), nimmt die Wut der Menschen in Bangladesch wegen des katastrophalen und völlig vermeidbaren Unglücks weiter zu. Die meisten Textilfabriken im Großraum Dhaka sind seitdem geschlossen.

Hunderttausende Textilarbeiter in den Industriezonen rund um die Hauptstadt Dhaka legten die Arbeit nieder und gingen auf die Straße. Sie fordern bessere Sicherheit am Arbeitsplatz und die Verhaftung des Eigentümers des Hochhauses, der Warnungen vor dem Einsturz in den Wind schlug. Sohel Rama ist ein Lokalpolitiker mit engen Verbindungen zur regierenden Awami-Liga, er befindet sich offensichtlich auf der Flucht.

In der eingestürzten Textilfabrik wurde unter anderem für die Kleidungs-Marken Primark, Mango, Benetton, C&A produziert. An der Unglückstelle wird weiterhin nach Überlebenden gesucht. Angehörige kritisieren, dass diese Arbeit überwiegend von Freiwilligen mit unzureichendem Gerät geleistet wird. Die Polizei ging mit Tränengas gegen wütende Angehörige vor.