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Bis zu 2.000 Tote in Bangladesh - deutsche Firmen mitschuldig!

30.04.13 - In einer Protest- und Solidaritätserklärung des Zentralkomitees der MLPD zum katastrophalen Einsturz eines Fabrikgebäudes in Bangladesch heißt es unter anderem (hier der vollständige Text): 

Die MLPD trauert um die aus Profitgier ermordeten Textilarbeiterinnen in Bangladesh. Sie spricht den Angehörigen ihre tiefempfundene Anteilnahme aus. Allen jetzt rebellierenden Arbeiterinnen und Arbeitern sprechen wir unsere uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung aus. Wir verpflichten uns, alle eure Kämpfe, die Informationen und Hintergrundberichte, die wir von euch bekommen, in der Arbeiterbewegung in Deutschland, in der kämpferischen Frauenbewegung und unter der rebellierenden Jugend bekannt zu machen.

Am 24. April stürzte in der Nähe der Hauptstadt Dhaka eine achtstöckige Textilfabrik ein. 405 Leichen wurden bereits geborgen, offiziell werden noch 950 Textilarbeiterinnen vermisst. Da lediglich 2.437 der zwischen 5.000 und 6.000 dort Beschäftigten geborgen wurden, geht die Kommunistische Partei Bangladesh (CPB) von bis zu 2.000 Todesopfern aus. Sie stellt in einem aktuellen Brief an die MLPD fest, dass "dieser massenhafte Tod kein Unfall, sondern vorsätzlicher Mord durch die profithungrigen Eigentümer der Fabriken" ist. ...

Die Demonstrationen von bis zu hunderttausend Textilarbeiterinnen und Textilarbeitern reißen seitdem nicht ab, trotz brutaler Polizeieinsätze dagegen. ... Auf Bitten der Angehörigen und Arbeiter wurde ein landesweiter Generalstreik gestern kurzfristig verschoben, damit sich alle Kräfte auf die Rettungsarbeiten konzentrieren können. Er wird aber umso intensiver vorbereitet. ...

In dem eingestürztem Gebäude wurden laut einer Fabrik-Homepage auch für C&A, Kik und Walmart Kleider hergestellt. Auch Adidas, Tchibo usw. lassen in Bangladesh massenhaft ihre Ware produzieren, für Hungerlöhne von meist nur 30 Euro. ...

Die MLPD fordert, die verantwortlichen internationalen Monopole zur Rechenschaft zu ziehen, einschließlich der Bestrafung der dort Verantwortlichen. Sie erklärt ihre internationalistische Solidarität mit den Textilarbeiterinnen und dem Volk von Bangladesh. "Während die deutschen Konzerne nicht müde werden, ihre angeblich soziale Marktwirtschaft zu preisen, gehen sie in ihrer Jagd nach Maximalprofit über Leichen", prangert Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD, an.

Proletarier aller Länder, vereinigt Euch!
Proletarier aller Länder und Unterdrückte, vereinigt Euch!