Sozialismus

80. Jahrestag der faschistischen "Bücherverbrennung"

80. Jahrestag der faschistischen "Bücherverbrennung"
Karl Marx - seine Bücher standen ganz oben auf der "schwarzen Liste" der faschistischen Bücherverbrenner

09.05.13 - Der morgige 10. Mai wird als Gedenktag an die barbarische "Bücherverbrennung" durch die Hitler-Faschisten begangen. Vor genau 80 Jahren, am 10. Mai 1933, war der Höhepunkt einer nach dem Machtantritt der faschistischen Diktatur einsetzenden monatelangen systematischen Vernichtung fortschrittlicher Literatur und Verfolgung der Autoren. Auf dem Berliner Opernplatz und in 21 anderen deutschen Universitätsstädten wurden groß inszenierte öffentliche Bücherverbrennungen durchgeführt. Dabei warfen faschistische Studenten, Professoren und Nazi-Funktionäre zehntausende Werke kommunistischer, anarchistischer, pazifistischer, aber auch jüdischer Autoren unterschiedlicher weltanschaulicher Richtung ins Feuer.

Gegen wen sich die als "Aktion wider den undeutschen Geist" bezeichnete Kampagne in erster Linie richtete, zeigt die Liste der verbrannten Bücher. Ganz oben standen die Schriften des Begründers des wissenschaftlichen Sozialismus: Karl Marx. Es folgt eine lange Reihe revolutionärer, fortschrittlicher Literaten, Wissenschaftler und kritischen Geister wie Lenin, Maxim Gorki, Henri Barbusse, Kurt Tucholsky, Stephan Zweig, Albert Einstein, Lion Feuchtwanger, Klaus und Heinrich Mann, Erich Kästner, Carl von Ossiezky, Bertolt Brecht und viele mehr.

Den breiten Massen in Deutschland sollte jeder Zugang zu den hervorragendsten Dichtern und Denkern der Weltgeschichte und der Weltliteratur verwehrt werden. Diese an das finsterste Mittelalter erinnernde Unterdrückung richtete sich gegen alle demokratischen und fortschrittlichen Errungenschaften, in erster Linie aber gegen die revolutionäre Arbeiterbewegung und ihre Verbindung zu den Intellektuellen und breiten Massen.

Der Versuch, auf diesem Weg die faschistische Ideologie des extremen Antikommunismus, Chauvinismus und Rassismus ungehindert zu verbreiten und zu verewigen, scheiterte jedoch kläglich. Die Hitler-Faschisten brachten mit ihrer Schreckensherrschaft und dem folgenden Weltkrieg den größten Teil der Welt gegen sich auf. Von einer breiten Anti-Hitler-Koalition unter ausschlaggebender Rolle der sozialistischen Sowjetunion und der internationalen Arbeiterbewegung wurden sie zwölf Jahre später vernichtend besiegt. Es waren der Sozialismus und die Arbeiterbewegung, die gestärkt aus dem II. Weltkrieg hervor gingen.

Es ist wichtig, dass solcher faschistischer Verbrechen gedacht wird, um Schlussfolgerungen gerade für den antifaschistischen Kampf heute zu ziehen. Eine wesentliche ist das Eintreten für das Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda. Wie es um die "Meinungsfreiheit" heute bestellt ist, zeigt sich daran, dass die Bundesregierung die "Bekämpfung des Linksextremismus" zum Programm erhoben hat. Ein Kernpunkt ihrer antikommunistischen Propaganda ist die Gleichsetzung der ehemaligen sozialistischen Länder mit dem Hitler-Faschismus. Das stellt die Wahrheit auf den Kopf. Während sich die Arbeiter in diesen Ländern erstmals von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung befreit hatten, unterdrückte im Faschismus das herrschende Monopolkapital die Arbeiterbewegung mit einer offen terroristischen Diktatur.

Damals wurde die kommunistische Literatur verbrannt, heute wird sie in den Medien totgeschwiegen und weg zensiert. Und es wird versucht, über das Schüren dumpfer antikommunistischer Vorbehalte einen Damm zu errichten, der verhindern soll, dass die Menschen sich vorbehaltlos damit auseinander setzen.

Allen, die das tun wollen, sei insbesondere das im Verlag Neuer Weg erschienene Buchprogramm empfohlen. Dort gibt es nicht nur eine große Auswahl antifaschistischer Literatur. Man kann dort Marx, Engels, Lenin, Stalin und Mao Zedong genauso wie Romane der Arbeiterbewegung aus erster Hand bestellen und natürlich auch die umfassende Literaur der MLPD. Alle Bücher der Autoren der faschistischen "schwarzen Liste" sind über www.people-to-people.de zu beziehen.