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Vetternwirtschaft und Steuerhinterziehung - sind das die Vorbilder für die Jugend?

10.05.13 - Der Zentrale Koordinierungsausschuss zum 16. Internationalen Pfingstjugendtreffen erklärt dazu:

"Der zentrale Bayern-Boss Uli Hoeness gilt seit Jahren als Vorbild für eine gute Jugendarbeit, seit er Präsident des FC Bayern ist. Geld spielte nie eine Rolle, um den Verein groß und noch finanzkräftiger zu machen. Persönlich hat er aber seit Jahren mit Millionen gezockt und sich der Steuerpflicht in die Schweiz entzogen. Viele seiner Spezi und Huldiger im bayrischen Landtag haben sich zeitgleich auf anderem Wege bereichert.

79 Abgeordnete haben Familienangehörige auf Staatskosten für kleine Tätigkeiten zu hohen Gehältern eingestellt. Das sollen unsere Vorbilder für die Jugend sein? Den Menschen im Lande Verzicht predigen und selbst auf deren Kosten leben und raffen! Ein wirkliches Alternativprogramm zu dieser egoistischen, rücksichtslosen Moral bildet das internationale Pfingstjugendtreffen vom 18. bis 19. Mai in Gelsenkirchen.

Das Pfingstjugendtreffen findet seit 1986 zum 16. Mal statt. Jugendliche zusammen mit Erwachsenen aus ganz Deutschland stellen es selbst auf die Beine. Statt reicher Sponsoren machen sie das ehrenamtlich und selbstlos. Zur Finanzierung werden momentan in ganz Deutschland unter anderem Spenden unter der Bevölkerung gesammelt und Solidaritätsbuttons verkauft, da sich die Organisatoren ein Vorfinanzierungsziel von 25.000 Euro gesetzt haben. Internationalismus, Solidarität und der Kampf für eine bessere Welt sind dort Trumpf. Beim letzten Festival vor zwei Jahren nahmen 12.000 bis 15.000 teil."