Politik

Antifaschistische Schülerdemo in Solingen: Protest gegen angedrohten gewaltsamen Ausschluss von MLPD und REBELL

28.05.13 - In einem Offenen Brief von MLPD und REBELL Solingen an die Bezirksschülervertretung Solingen und die SDAJ Solingen als Aktivisten des am Mittwoch geplanten Schüler-Sternmarsches zum Jahrestag des faschistischen Brandanschlags heißt es dazu unter anderem:

"Liebe Freundinnen und Freunde,

schön, dass ihr zum morgigen 20. Jahrestag des Solinger Brandanschlages eine Demonstration organisiert habt, zu der ja auch die Solinger Schulen frei bekommen haben.

Die Geschichte lehrt uns, dass der antifaschistische Kampf breit und überparteilich, weltanschaulich offen sein muss. Die Faschisten konnten 1933 nur an die Macht kommen, weil sich die Antifaschisten spalten ließen in Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen usw. und damit die antifaschistische Einheitsfront geschwächt wurde. Wir gehen davon aus, dass alle, die morgen kommen, in diesem Sinne demonstrieren wollen.

Gerade deshalb sind wir aber besorgt und befremdet über das, was wir heute über eure 'Ausrichtung' dieser Demo gehört haben. Bei der Veranstaltung im Theater- und Konzerthaus haben drei Vertreter der Bezirksschülervertretung Mitgliedern der MLPD und des REBELL gesagt, dass ihr nach Ermahnungen auch mit (Polizei?)gewalt unsere Fahnen bzw. Material einziehen und verhindern werdet, dass wir auf dieser Demonstration in Erscheinung treten: 'Es könnte für uns unangenehm werden.'

Ihr begeht hier einen riesen großen Fehler! Androhung von Gewalt gegen Linke und Marxisten-Leninisten usw. kennt man sonst nur vom Staatsapparat oder reaktionären Kräften.

MLPD und REBELL werden selbstverständlich im Sinne eurer Demonstration teilnehmen und dabei offen Flagge zeigen. ..."

(Hier der gesamte Text des Offenen Briefs)