Umwelt

Fukushima-Mahnwache solidarisch mit Opelanern

06.06.13 - Die Fukushima-Mahnwache in Göttingen schreibt in einer Solidaritätserklärung an die Belegschaft von Opel Bochum:

"Wir, die Teilnehmer der Montagsdemo Göttingen, erklären uns mit eurem Kampf gegen die Stilllegungspläne von General Motors solidarisch. Im Kampf um jeden Arbeitsplatz gegen die geplante Werksschließung geht es um 45.000 Arbeitsplätze in der Region – um 45.000 Familienschicksale. ...

Wir wissen, dass ihr euch um die zukünftigen Arbeitsplätze unserer Jugend sorgt und ihr deshalb einen berechtigten Kampf um jeden Arbeitsplatz führt. Wir wissen, das es in eurem Werk konstruktive Vorschläge für alternative Antriebe und Produktionen gibt, um den schon heute unerträglichen CO2-Ausstoß zu senken wenn weiterhin Verbrennungsmotoren produziert werden.

Wir selbst kämpfen seit dem Reaktorunfall in Fukushima vor zwei Jahren für einen Ausstieg aus der Atomenergie. Wir kennen die Lügen und Halbwahrheiten mit der sich die bürgerliche Presse oft zum Sprachrohr der Herrschenden macht um den Widerstand zu brechen.

Nicht zuletzt werden Umweltschutz und Arbeitsplätze demagogisch gegeneinander gestellt um die Umwelt- und Arbeiterbewegung gegeneinander aufzubringen.

Hier wollen wir ein Zeichen setzen: Es sind schließlich dieselben Konzerne, die einerseits den Erhalt der natürlichen Lebensbedingungen der Menschheit zerstören und andererseits die Arbeiter und ihre Familien in die soziale Unsicherheit treiben. Damit ist euer Kampf auch unser Kampf.

Wir solidarisieren uns voll und ganz mit euch und ... versichern euch weiterhin jede Unterstützung!"

(Verabschiedet am 3.6.13 von 80 Teilnehmern der Fukushima-Mahnwache,  die alle vier Wochen Montags seit über zwei Jahren stattfindet)