Politik

Kämpferische Protest- und Solidaritätsdemonstration in Frankfurt

Kämpferische Protest- und Solidaritätsdemonstration in Frankfurt

Frankfurt am Main (Telefon-Korrespondenz), 08.06.13: In Frankfurt am Main findet heute eine kämpferische Protestdemonstration gegen den brutalen Polizeieinsatz am 1. Juni ("Frankfurter Kessel") statt ("rf-news" berichtete mehrfach). Unser Korrespondent berichtet telefonisch (15.30 Uhr) - später zählten die Veranstalter bis zu 20.000:

"3.000 Menschen tragen in der heutigen Demonstration - genannt 'Sündenblock-Demo für Solidarität und Befehlsverweigerung' - ihren Protest auf die Straße. Vor einer Woche waren hier auf brutale Weise Grund- und Freiheitsrechte von Demonstranten ausgehebelt worden. Die heutige Demo ist sehr vielfältig und bunt. Auf mannigfache Weise wird gegen die Polizeigewalt protestiert und werden die Vorwände für den Einsatz des Staatsapparats auf die Schippe genommen. Man sieht verkleidete Vermummte, vermummte Verkleidete, mit Styroporschildern Bewaffnete ...

Massiv wird die Forderung nach Rücktritt des hessischen Innenministers Boris Rhein vorgebracht, außerdem nach der Bestrafung der verantwortlichen Polizeikräfte.

Die Parallelen zu anderen solchen Vorfällen und Bewegungen der kämpferischen Opposition werden bewusst hergestellt. Eine Delegation der 'S21'-Gegner ist da und berichtet von ihren Erfahrungen beim 'Schwarzen Donnerstag'. Vor allem aber wird der Zusammenhang zum Kampf um Freiheit und Demokratie in der Türkei  hergestellt. 'Taksim ist überall' wird ständig gerufen und steht auf Transparenten (von diesem Platz in Istanbul gingen die Massenproteste gegen die Erdogan-Regierung aus - Anm. der Red.).

Das Auftreten der MLPD mit dem Transparent 'MLPD - radikal links, revolutionär, Sozialismus' ist kämpferisch, auffällig und gut und stößt auf Beifall insbesondere bei den zahlreichen Migrantenorganisationen. Mitglieder und Freunde von AGIF, ATIF, ADHF, TKP und anderen laufen mit beim MLPD-Transparent. Die RF wird gut verkauft und wir sammeln Unterschriften für die Wahlzulassung, bisher 40."