Politik

Polizeiübergriff gegen "Blockupy"-Demo vorab geplant

Polizeiübergriff gegen "Blockupy"-Demo vorab geplant
foto: quilomb

(Korrespondenz), 05.06.13: Der Polizeieinsatz am 1. Juni in Frankfurt/Main mit stundenlangem Kessel, Prügeleinsatz und Pfefferspray war von vornherein geplant. "Blockupy" berichtet von über 100 Demonstranten, die behandelt werden mussten. Auch 21 Polizisten seien verletzt worden. Fast 50 Menschen wurden festgenommen.

Selbst die "Bild"-Zeitung schreibt: "Mehrere Polizisten bestätigen Bild gegenüber anonym: Der Kessel war geplant!" Das bestätigt auch ein Teilnehmer der Polizei-Einsatzhundertschaft aus Nordrhein-Westfalen: "Es wurde schon vorher gesagt, falls es zu irgendwelchen Zwischenfällen kommt, wird die Demonstration an genau dieser Stelle geteilt und eingekesselt. Es gab dann einzelne Anlässe. Es gibt immer Anlässe, wenn man will. Ich war schon auf einer Menge Demonstrationen, auf denen viel mehr passiert ist, ohne dass die Polizei so vorging."

Die Zahl verletzter Polizisten wird in solchen Fällen gerne veröffentlicht, um im Nachhinein solche Einsätze zu rechtfertigen. Sie wurden aber erst durch den Einsatz verletzt. Und dabei - zumindest teilweise - noch von den eigenen Leuten: "Ich habe Pfefferspray von Beamten einer anderen Einheit unter den Helm gesprüht bekommen", so einer der beteiligten 5.000 Polizisten.