Sozialismus

Kölner gedenken eines Todesopfers vom Taksim-Platz

Köln (Korrespondenz), 15.06.13: Am Donnerstag, dem 13. Juni 2013, um 18 Uhr gedachten in Köln zirka 100 Teilnehmer eines Todesopfers der Polizeiübergriffe gegen die Demonstranten in Istanbul. Mit Fotos und einer Schweigeminute wurde der Verstorbene geehrt. Er war Opfer einer Polizeikugel auf dem Taksim-Platz geworden und erlag am Mittwoch seiner schweren Hirnverletzung. Das Opfer bekam ein Gesicht: Ethem Sarisülük, Arbeiter, 25 Jahre alt, zuletzt als Schweißer tätig, Aktivist auf dem Taksim-Platz und im Dünya-Verein.

Am offenen Mikro wurde auf die Angst Erdogans hingewiesen, er könne so enden wie Mubarak und Ben Ali. In immer mehr Teilen der Welt gehen die Herrschenden zu einer "härten Gangart" über, um das Sehnen und den Kampf der Menschen nach und für eine bessere Zukunft zu ersticken. Lösungen haben sie nicht zu bieten!

"Hoch die internationale Solidarität! Taksim ist überall!" wurde gerufen. Die Hoffnung war zu spüren, dass sich der noch spontane Protest festigt. Dass die Menschen sich organisieren und mithilfe von revolutionären Parteien zu einer überlegenen Kraft werden können.