Opel Berichte

"Ob Opel oder Ford - wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen!"

Köln (Korrespondenz), 11.06.13: Am 10. Juni fand bei Ford in Köln eine reguläre Betriebsversammlung statt. Es wurde deutlich, dass auch das Management den stetigen Absatzrückgang in Europa nicht leugnen kann, aber dennoch versucht, das mit der Entwicklung auf dem Weltmarkt zu beschönigen. Vom Betriebsrat gab es angriffslustige Töne, er kritisierte die geplante Schließung des Werkes in Genk/Belgien und konstatierte, dass "auf uns keine rosigen Zeiten in der Automobilbranche zukommen", man deshalb zusammenhalten müsse.

Er sprach zwar von einem "Strukturwandel" in der Autoindustrie, aber weder er noch der IG-Metall-Bevollmächtigte verloren ein Wort über die Situation bei Opel. Es scheint, sie wollen die Auseinandersetzung unter den Ford-Kollegen dazu gar nicht erst aufkommen lassen.

Viele Kollegen fühlen sich solidarisch und hatten in den letzten Wochen bereits gespendet. Eine Kollegin informierte in einem Redebeitrag über die aktuelle Situation und die parallel stattfindende Betriebsversammlung in Bochum und rief zu Solidarität und zu Spenden für die Streikkasse auf.

Diese Auseinandersetzung betreffe nicht nur die Opelaner, auch Ford schließt Werke und spart in Köln im Moment besonders beim Personal. Es sei wichtig, dass die Arbeiter ein Zeichen setzen und zeigen wer die Werte produziert. "Ob Opel oder Ford, wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen."