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5.000 Menschen sollen Glencore-Mine weichen

Marl (Korrespondenz), 28.06.13: Der Schweizer Rohstoff- und Bergbaukonzern Glencore/Xstrata will im Süden der Philippinen eine Gold- und Kupfermine erschließen. Für das 5,9 Milliarden Dollar schwere Projekt zur Erschließung der Mine Tampakan müssten um die 5.000 Angehörige der B'laan-Ethnie umgesiedelt werden. Die Mine soll nach Planung von Glencore/Xstrata im Jahr 2019 in Betrieb genommen werden. Die Mine soll jährlich 360.000 Unzen Gold und 375.000 Tonnen Kupfer über einen Zeitraum von 17 Jahren erbringen. Das wäre dann eine der weltweit größten Minen dieser Art mit einem Abbaugebiet von 28.000 Hektar. Die Mine befindet sich im Süden der Insel Mindanao, in der Provinz Süd-Cotabato.

Die geplante Mine liegt zudem in einem erdbebengefährdeten Gebiet. Das birgt die Gefahr, dass im Falle von Erschütterungen Rückhaltebecken mit giftigen Substanzen bersten und die umliegende Umwelt - eine von Regenwald bewachsene Bergregion – erheblich verschmutzen.

Mit der Weltwirtschafts- und Finanzkrise wird die Neustrukturierung des Bergbau- und Energiesektors beschleunigt. Die internationalen Bergbaukonzerne betreiben weltweit einen Raubbau an Rohstoffen und der Natur für ihre Maximalprofite. Wie auf den Philippinen verwüsten sie ganze Landstriche, vergiften Flüsse und vertreiben Menschen. Das können wir nicht länger zulassen.

Dazu heißt es in der Gründungsresolution der Internationalen Bergarbeiterkoordination vom 3. März 2013: "Die 'Internationale Bergarbeiterkoordination' hat die Vision einer weltweit verbundenen Bergarbeiterbewegung, die für sich und ihre Kinder darum kämpft, dass die Schätze des Bodens, des Wassers und der Lüfte denen gehören, die sie durch ihre Arbeit erschließen. Sie sollen eingesetzt werden für ein reiches, würdevolles und gesundes Leben aller Menschen in Einklang mit der Natur – ohne Ausbeutung und Unterdrückung. Dafür wollen wir gemeinsam und international zusammen kämpfen." (Gesamte Resolution auf www.minersconference.org).