Politik

Bayerische Sozialministerin diffamiert protestierende Asylbewerber

Bayerische Sozialministerin diffamiert protestierende Asylbewerber
Protestierende Asylbewerber auf dem Münchner Rindermarkt (rf-foto)

München (Korrespondenz), 28.06.13: Fünfzig Asylbewerber sind am Rindermarkt im Zentrum von München in den Hungerstreik getreten. Sie kommen unter anderem aus Nigeria, Äthiopien, Irak, Afghanistan, Pakistan. Ihre Hauptforderungen sind die sofortige Anerkennung ihres Asylbegehrens, dann Aufhebung des Arbeitsverbots und Geld statt Essenspakete.

Seit Dienstag verweigert ein Teil der Hungersteikenden sogar die Aufnahme von Flüssigkeit. Dadurch spitzt sich Lage dramatisch zu. Wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes wurden gestern 15 Flüchtlinge ins Krankenhaus eingeliefert. Die bayrische Staatsregierung schiebt die Zuständigkeit hin und her.

Besonders arrogant zeigt sich die bayerische Sozialministerin, Frau Haderthauer. Die Forderung der Asylbewerber diffamierte sie als Erpressung. Gestern Abend gesellte sich noch Michael Stürzenberger, ein Hetzer der neofaschistischen Partei "Die Freiheit", mit seinen Mannen zu dem Zeltlager, um seine ausländerfeindlichen Hetze zu verbreiten. Antifaschisten stellten sich ihm mutig entgegen.