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NSA und deutscher Geheimdienst haben zusammen gearbeitet

NSA und deutscher Geheimdienst haben zusammen gearbeitet
Die neue BND-Zentrale in Berlin Foto: euroluftbild.de/Grahn

07.07.2013 - Der Fall des us-amerikanischen „Whistleblowers“ Edward Snowden zieht immer weitere Kreise. In aktuellen Medienberichten belastet der ehemalige Mitarbeiter des US-Militärgeheimdienstes NSA die deutsche Bundesregierung und diverse Regierungen anderer westlicher Staaten schwer. Sie habe von den massiven Ausspähaktivitäten der us-amerikanischen „Schlapphüte“ nicht nur gewusst, sondern der deutsche Auslandsgeheimdienst BND sei direkt darin verwickelt.

In einem Spiegel-Interview, dass ein us-amerikanischer Chiffrier-Experte und eine Dokumentarfilmerin mit Snowden geführt haben, bevor dieser weltweit ins Rampenlicht ging, erklärte Snowden, die NSA habe „unter einer Decke mit den Deutschen“ gesteckt, „genauso, wie mit den meisten anderen westlichen Staaten“.

Nach diesem Interview gebe es bei der NSA ein „Foreign Affairs Directorate“, das für die Kooperation mit anderen Ländern zuständig sei. Die Zusammenarbeit zwischen NSA und BND sei so gut gewesen, dass der us-amerikanische Dienst dem BND die Analyse Tools für BND-Lauschangriffe auf ausländische Datenströme durch Deutschland geliefert habe. So könne der deutsche Dienst aus fünf digitalen Knotenpunkten im Inland Informationen abschöpfen. Die Zusammenarbeit mit der NSA soll mittlerweile von BND-Chef Gerhard Schindler gegenüber Mitgliedern des Parlamentarischen Kontrollgremiums bestätigt worden sein. Eingebunden seien hier auch internationale Telekommunikationsfirmen, die mit der NSA kooperieren. So würden laut dem Snowden-Interview Personen „aufgrund etwas des Facebook-Profils oder der eigenen E-Mails als Zielobjekte markiert“.

Im Buch „Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution" heißt es dazu: »Seit Anfang der 2000er Jahre haben sich die Methoden der staatlichen Überwachung verändert. Heute wird versucht, alle verfügbaren Informationen über die Bevölkerung zu sammeln, um sie filtern und nach Bedarf verwerten zu können. So verschaffen sich die Staatsapparate Zugriff auf sämtliche Telefon- und E-Mail-Verbindungen sowie Banktransaktionen. Aus Handynetzen und Mautsystemen erstellen sie Bewegungsprofile, aus Polizei- und Steuerdaten, Kunden- und Mitarbeiterdaten sammeln sie weitere Informationen über alle Bürger … All diese Datenquellen werden in staatlichen Ermittlungs- und Geheimdienstbehörden mit Hilfe von 'Inteligence Support Systems' ausgewertet; dadurch bekommen sie eine neuen Qualität.«

Die Enthüllungen Snowdens werfen nicht nur wieder einmal ein bezeichnendes Licht auf die Wahrheitsliebe der Merkel-Rösler-Regierung, die bisher gebetsmühlenartig wiederholt hat, sie hätte von der intensiven Schnüffeltätigkeit der NSA in Deutschland nichts gewusst. Sie zeigen erneut die internationale Zusammenarbeit der internationalen Imperialisten hinter den Kulissen auf. Egal ob mit NATO-Geheimarmee wie „Gladio“ oder jetzt mit der engen Zusammenarbeit der Geheimdienste, die Herrschenden dieser Welt haben in Zeiten zunehmender Volksaufstände Angst vor den Massen. Die Enthüllungen Snowdens bringen die Forderung nach Auflösung der Geheimdienste wieder nach Ganz oben auf die Tagesordnung. In ihrer kommenden Druckausgabe wird die „Rote Fahne“ sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigen.