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Tragischer Tod der 19 Feurwehrleute – Mahnmal des beschleunigten Übergangs in die Klimakatastrophe

03.07.2013 - Der tragische Tod von 19 Feuerwehrleuten der US-Amerikanischen Elitefeuerwehreinheit „Granite Mountain Hotshots“ berührt die ganze Welt. Mehr als 300.000 Menschen haben ihr Beileid auf der Gedenkseite bei Facebook innerhalb von drei Tagen ausgedrückt. Gestern am 2. Juli fand eine landesweite Trauer in den USA statt. „Wir haben 19 der besten Menschen verloren, die man treffen kann. Wir befinden uns in einer Krise“, sagte der Feuerwehrchef Dan Fraijo aus Prescott, von wo die Einheit operierte. Sie riskierten ihr Leben in den Hügeln um Yarnell in Zentralarizona um einen der Brände direkt am Entstehungsherd zu bekämpfen und einzudämmen. Dabei wurden sie offenbar von einem Richtungswechsel des Windes überrascht und von den Flammen überrollt.

Im Moment herrschen in den USA Extremwetterlagen mit Rekordtemperaturen im Westen der USA (Arizona und Kalifornien mit 48 Grad) und flutartige Regenfälle an der Ostküste. In New York traten innerhalb kürzester Zeit Flüsse über die Ufer – der Gouverneur Andrew Cuomo sagte Journalisten: „Die Wassermassen kamen aus dem Nichts und zerstörten die Häuser innerhalb weniger Minuten“. Aber weder die Hitzewelle noch sintflutartige Regenfälle kommen durch eine Laune der Natur. Die USA steht an der Spitze der imperialistischen Länder, die jahrelang die notwendigen Maßnahmen gegen eine nachhaltige und drastische Eindämmung der Kohlendioxid-Emmissionen hintertreiben. Im Interesse der Mineralöl-, Gas- und Kohlekonzerne werden nicht nur herkömmliche Quellen verstärkt ausgebeutet sondern auch durch Fracking. Alles auf Kosten dauerhafter Schäden an Mensch und den natürlichen Lebensgrundlagen wird die Produktion fossiler Brennstoffe gefördert und ihr Einsatz forciert.

Inzwischen hat der Kohlendioxidgehalt in der Luft die Grenze von 400 ppm (Teilen pro Million) überschritten. Die Wissenschaftler Mann, Bradley und Hughes wiesen im dritten Sachstandsbericht des Intergovernmental Panel on Climate Change den Zusammenhang zwischen den künstlichen Kohlendioxidemissionen und der Erderwärmung nach. Das hätte sie fast ihren wissenschaftlichen Ruf gekostet. Mit Hilfe sogenannter Klimaskeptiker, finanziert durch die internationalen Monopole des alleinherrschenden Finanzkapitals, wurde versucht ihre Reputation und ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse für Unsinn zu erklären und sie auch persönlich verunglimpft.

In dankenswerter Offenheit erklärte bereits 1998 der größte Interessenverband der US-Amerikanischen Öl- und Gasindustrie, das American Petroleum Institute in einem internen Kommunikations-Aktionsplan: „Wir werden gesiegt haben, wenn durchschnittliche Bürger die Unsicherheiten in der Klimawissenschaften 'verstehen' bzw. 'wahrnehmen'“ (www.euronet.nl/users/e_wesker/ew@shell/API-prop.html) Die Methode der Klimaskeptiker besteht darin immer wieder das selbe zu behaupten und angebliche wissenschaftliche Bedenken zu formulieren. Es geht hier um mehr als um den Streit um des Kaisers Kleider. Es ist entscheidend für die Zukunft der Menschheit und die Möglichkeit den Sozialismus aufzubauen, dass schon heute alles getan wird, den Ausstoß von Treibhausgasen sofort drastisch zu reduzieren, bevor sich weitere irreversible Veränderungen am Klima entwickelt haben.

Darum heißt es im 2008 herausgegeben Klimaschutzprogramm der MLPD auf Seite 3: »Noch ist es nicht zu spät! Notwendig ist die Durchsetzung einer drastischen Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen von 70 bis 90 Prozent bis 2030, um die Klimakatastrophe zu verhindern. Nur durch einen weltweiten aktiven Massenwiderstand und auf Kosten der Profite der Monopole kann dies durchgesetzt werden!« Wie man zu einem derartigen Massenwiderstand kommen kann, ist das zentrale Thema auf dem 3. internationalen Umweltratschlag am 5./6. Oktober in Esslingen. http://www.umweltratschlag.de.