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Opel Bochum: 40 Besucher stärken Rainer Weinmann beim Gütetermin den Rücken

Opel Bochum: 40 Besucher stärken Rainer Weinmann beim Gütetermin den Rücken
Rainer Weinmann bei der Kundgebung vor dem Gütetermin mit seiner Lebensgefährtin

12.07.13 -  Heute fand der Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Bochum statt zur Klage des kämpferischen Vertrauensmann und Ersatzbetriebsrat Rainer Weinmann gegen eine Abmahnung. (Mehr dazu)

Zu einer Protestkundgebung vor dem Arbeitsgericht fanden sich 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, um Rainer den Rücken zu stärken. Darunter Frauen von Courage und BASTA der Initiative der Opelaner-Frauen, darunter selbstverständlich seine Partnerin mit einem Plakat: „Finger weg von meinem Mann“; Grüße überbrachte auch die Bundesvertretung der Migrantenorganisation DIDF und Betriebsräte von Johnson Control.

Die stellvertretende Vorsitzende der MLPD, Monika Gärtner-Engel übergab ein „Kraftpaket“ der Solidarität. Es enthielt energiereiche Nusspakete und geistige Nahrung in Form der beiden Bücher „Götterdämmerung über der 'neuen Weltordnung`“ und „Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution“. Und natürlich kamen etliche Opel Kollegen. Eine Kollegin hatte extra Urlaub genommen, eine andere überbrachte die Grüße der Nachtschicht, die hinter Rainer steht und von Kollegen verschiedener Bereiche.

Rainer und sein Anwalt Roland Meister stellten überzeugend bei der Kundgebung und im Gerichtsaal dar, dass es sich um ein Politikum handelt, und es kein Fehlverhalten von Rainer gibt, sondern an ihm ein Exempel statuiert und der Kampf der Opelaner kriminalisiert werden soll. Herzerfrischend wurde unter Applaus der Besucher die Richterin in die Defensive gebracht. So scheiterte der Versuch, den Vorgang zu entpolitisieren. Das Fehlverhalten besteht auf Seiten von Opel, mit seiner geplanten Werksschließung, betriebenem Massenmobbing gegen die Belegschaft, der Vernichtung der Existenz tausender Arbeiter und ihrer Familien.

Die Richterin ergriff direkt Partei für Opel – ein Lehrstück der bürgerlichen Klassenjustiz. Empörung unter den Besuchern, zu ihrer kaltschnäuzigen Aussage: „Der Inhalt der Infostunde am 21.5.13 auf dem Werksgelände spiele keine Rolle“. Es gehe nur, darum, dass Rainer mit einem Gabelstabler zur Versammlung gefahren sei und dabei ein Flatterband beschädigt habe.

Eine gütliche Einigung war so natürlich nicht möglich und man darf gespannt sein auf den Arbeitsgerichtsprozess am 25.9.13 um 12.45 Uhr.

Rainer Weinmann ist Ersatz-Betriebsbetrieb der Offensiv-Liste – hier kann man das aktuelle Flugblatt der Betriebsratsliste "Offensiv" als PDF lesen.

Die WAZ berichtet ebenfalls über den Termin