Betrieb und Gewerkschaft

Amazon-Beschäftigte erkämpfen erste Zugeständnisse

Leipzig (Korrespondenz), 20.07.13: Die Beschäftigten des Internet-Versandhändlers Amazon sind am Donnerstag, Standort Leipzig erneut in den Streik getreten. Zuletzt streikten hier Mitte Juni die Kollegen, gleichzeitig auch in Bad Hersfeld. Vorgestern beteiligten sich ca. 470 Kollegen, der Früh und Spätschicht in Leipzig an dem Streik. Am Freitag folgten Hunderte Kollegen in bad Hersfeld.  Ver.di fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels.

Das würde für die Mitarbeiter höhere Löhne sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld bringen. Amazon will sich dagegen an der Bezahlung in der Logistikbranche mit erheblich niedrigeren Löhnen orientieren. Amazon besteht außerdem weiterhin auf der kostenlosen Einarbeitungszeit neuer Kollegen.

Amazon hat im Jahr 2012 einen Gewinn von 6,5 Milliarden US-Dollar gemacht. Das waren 21 Prozent mehr als im Jahr 2011 und sogar 65 Prozent mehr als 2010. Deutschland stand 2012 für 14 Prozent des Gesamtumsatzes von Amazon, der bei 61,1 Milliarden US-Dollar lag, und war deren wichtigster Auslandsmarkt.

Am Mittwoch wurde bekannt gegeben, dass es dieses Jahr Weihnachtsgeld gebe – ein kleiner Erfolg aber es muss weiter gehen!