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Davon hört man nichts im Sommer-Interview von Frau Merkel.

Davon hört man nichts im Sommer-Interview von Frau Merkel.
Der Kampf um jeden Arbeitsplatz steht auf der Tagesordnung rf-grafik

15.07.2013 - Bisher war man gewohnt vor Bundestagswahlen die regierungsamtlichen Lobgesänge zu hören, dass die Wirtschaft im Lot sei und es bergauf gehe. Diesmal finden die Wahlen unter anderen Bedingungen statt.

Zugleich ist es Bestandteil des Schmusewahlkampfes der bürgerlichen Parteien, die reale wirtschaftliche Entwicklung zu verschleiern. Die breite Masse erfährt nicht, was nach den Wahlen tatsächlich auf sie zukommt. Ein qualitativer Sprung in der Vertiefung der Weltwirtschafts- und Finanzkrise zeichnet sich immer deutlicher ab. In Nordrhein-Westfalen sanken die Industrieaufträge in elf von dreizehn Monaten in Folge, allein im Mai 2013 gegenüber dem Vorjahresmonat um, 4,6 Prozent; und die Industrieproduktion im April 2013 um 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Aufgrund dieser Entwicklung wird deutlich, dass es zu einer massenhaften Vernichtung von Arbeitsplätzen kommen wird, für die kaum vollwertige Ersatzarbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden. So befeuert die internationale Strukturkrise die Weltwirtschafts- und Finanzkrise zusätzlich.

Dazu führt das Buch "Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution" aus: »... die internationale Produktion (wird) aufgrund der chronischen Überakkumulation des Kapitals auf absehbare Zeit nur noch auf der Basis einer internationalen Strukturkrise funktionieren. Industrien mit herkömmlicher technologischer Grundlage und Energiebasis, mit traditioneller Arbeitsorganisation, die einseitig nationalstaatlich organisiert ist, und traditioneller Position in der gesellschaftlichen Arbeitsteilung werden rigoros liquidiert oder durch neue internationale Produktionsverbünde ersetzt.«

Nach der Ankündigung, Opel Bochum platt zu machen, halten sich Gerüchte von einer vorgezogenen Stilllegung des Steinkohlebergbaus und im Stahlbereich nimmt der Konkurrenzkampf auf dem Weltstahlmarkt zu. Es wird mit der Vernichtung von Kapazitäten begonnen. Die EU Kommission spricht von 20 bis 25 Prozent „Überbestand“ im europäischen Stahlmarkt. Der eigentliche „Überbestand“ ist die Profitwirtschaft, die den Arbeitern und ihren Familien immer mehr die Luft zum Leben abdrückt. Zu einer Produktion zum gegenseitigen Nutzen der Völker ist allemal nur der echte Sozialismus in der Lage. Der Kampf um jeden Arbeitsplatz bei Opel in Bochum, der Kumpels auf dem Pütt und in der Stahlindustrie steht aber jetzt auf der Tagesordnung. Hier muss den Herrschenden organisiert und vereint entgegen getreten werden.

Thyssen-Krupp will seine Stahlsparte ganz abstoßen. Wie das "Handelsblatt vor Kurzem berichtete, steht die Vernichtung von 2.000 Jobs bereits fest. 1.800 weitere Arbeitsplätze sollen über die Veräußerung von Beteiligungen fallen. Hier ist der Verkauf von Werken in Gelsenkirchen, Frankreich und Indien geplant. Die funkelnagelneuen Stahlwerke in Brasilien und USA stehen ebenfalls auf der Verkaufsliste. Thyssen-Krupp plant, sich aus dem Stahlgeschäft zurück zu ziehen und sich auf das profitable Geschäft mit Aufzügen,  Anlagen, Autoteilen und U-Booten zu konzentrieren. 

Die Belegschaften sollen erpresst werden, dass sie verzichten oder mehr bringen sollen. Das wird auch von reformistischen Betriebsräten verbreitet, nur müsse es eben "sozialverträglich" abgehen, und "ideologische Kapitalismuskritik würde keine Familien ernähren", so ihr antikommunistisches Gerede gegen die MLPD auf der letzten Belegschaftsversammlung vor zwei Wochen.

Der Straßenwahlkampf der MLPD steht für den Weg des gemeinsamen Kampfes der Arbeiter und trägt dazu bei, dass Klassenbewusstsein der Arbeiter zu entwickeln und zu festigen. In den Wählerinitiativen kann jeder Opelaner, Kumpel und Stahlarbeiter sich selbst ein Bild von dieser Partei machen – sehen, wie Wort und Tat übereinstimmen. Herzlich willkommen!