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GM Australien (Holden) erpresst die australischen GM Arbeiter

GM Australien (Holden) erpresst die australischen GM Arbeiter
Auch bei Holden kann von Höhenflug keine Rede mehr sein. Foto: Fernando des Souza

Moers (Korrespondenz), 15.07.13: Der australische GM-Ableger heiß „Holden“ und hat zwei Fabriken in Australien – eine in Elizabeth (bei Adeleide – Südaustralien) und eine in Port Melbourne im Bundesstaat Viktoria. Etwa 1.800 Arbeiter produzieren unter anderem den „Holden Astra“ – nahezu identisch mit dem Opel Astra.

In drei Schichten lehnten die Arbeiter der GM – Holden Werke in dieser Woche eine Lohnkürzung von 200 australischen Dollar pro Woche ab, die die Holden Geschäftsleitung verlangte. Darauf hin versucht das Holden Management die Arbeiter zu erpressen: „Wenn die australischen Automobilarbeiter eine Lohnkürzung ablehnen, dann werden wir die Fabrik eben schließen. Sie brauchen nur nach Deutschland zu gucken: Dort lehnten die Arbeiter ebenfalls eine Lohnkürzung ab, und diese Fabrik wird im nächsten Jahr geschlossen!“

Auf Druck der Mitgliedschaft wies der Sekretär der AMWU (Australian Manufacturing Workers Union – australische Fabrikarbeiter Gewerkschaft) von Südaustralien jede Lohnkürzung zurück. Zugleich bot er jedoch an, über Flexibilisierung der Arbeitszeit und dergleichen zu verhandeln. Statt sich gegeneinander ausspielen zu lassen müssen sich die Autoarbeiter gegen die weltweit nach ähnlichem Muster vorgehenden Konzerne international zusammenschließen, ihre Forderungen abstimmen und auf länderübergreifende Kämpfe hinarbeiten!

Die australischen Autoarbeiter sind herzlich eingeladen, die erste internationale Automobilarbeiterkonferenz in einigen Jahren in Sindelfingen mit vorzubereiten!