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Tour de France: Will man die Fahrer umbringen?

Tour de France: Will man die Fahrer umbringen?
Im Moment quälen sich die Tour-Fahrer durch gefährliche Bergwertungen foto: CC-by-sa

18.07.2013 - Albstadt (Korrespondenz) - Heute findet die Königsetappe der 100. Tour de France statt – der berühmt und berüchtigte Anstieg nach L´Alpe d`Huez. „Quäl dich!“ sagte man einst zu Jan Ulrich und die Tour de France heißt nicht umsonst die „Tour der Qualen“.

Aber damit nicht genug. Zum ersten mal soll heute L´Alpe d´Huez zwei Mal gemeistert werden. Um die Doppelbesteigung möglich zu machen, müssen die Fahrer die lebensgefährliche Abfahrt vom Col de Sarenne in Kauf nehmen. Die Straße ist nicht befestigt oder begrenzt. „Wenn du fällst, fällst du 500 Meter tief“, hatte der Fahrer Andy Schleck vorher gewarnt und der deutsche Fahrer Tony Martin kennt „keine Abfahrt mit diesem Gefahrenpotential“.

Der profitorientierte und von den Medien und der Werbung ausgeschlachtete, mit Doping hochgepuschte Leistungssport kennt offenbar keine Gnade und keine Grenzen. Immer höher, schneller, brutaler. Da verlangt man den Fahrern immer unmenschlichere Leistungen ab und dann heuchelt man Empörung über Doping.