Politik

Streik bei TKSE Duisburg Süd gegen die Entlassung von Leiharbeitern

Streik bei TKSE Duisburg Süd gegen die Entlassung von Leiharbeitern
Bei ThyssenKrupp Steel in Duisburg-Süd wurde am vergangenen Montag die Arbeit niedergelegt foto: Dortmund2008

25.07.2013 - Duisburg - (Korrespondenz): Am Montag, 22. Juli, hat die komplette Belegschaft von ThyssenKrupp Steel Europe (TKSE) Duisburg Süd gestreikt. Um 5 Uhr morgens wurde das Tor zugemacht und bis 16.30 die Arbeit niedergelegt. Dort arbeiten 1.200 Kolleginnen und Kollegen.

Der Vorstand von ThyssenKrupp will 600 Millionen Euro mehr Gewinn aus der Belegschaft herauspressen. Mit seinem Programm „BIC Reloaded“ sollen 2.000 Arbeitsplätze im Stahlbereich vernichtet werden. Laut dem Vorstand sollen alle Betriebe ihre Leiharbeiter nach Möglichkeit abmelden. Was ist das anderes als betriebsbedingte Kündigungen von Kollegen? Als die Belegschaft von TKSE Duisburg Süd davon erfuhren, haben die Vertrauensleute und der Betriebsrat am Wochenende beschlossen, dem Vorstand die passende Antwort zu geben und legten am Montag früh die Arbeit nieder. Sie wollen dass die Leiharbeiter fest übernommen werden!

Nachdem die Stahlarbeiter mit der IG Metall erfolgreich einen Tarifvertrag für die gleiche Bezahlung der Leiharbeiter erkämpft haben, geht dies einen bedeutenden Schritt weiter. Gegen das Heuern und Feuern von Leiharbeitern und die Ersetzung von Stammarbeitsplätzen durch Leiharbeit, hat die Belegschaft, den Kampf aufgenommen. „Es ist ein erster Erfolg der Belegschaft und macht deutlich mit welcher Sprache wir mit dem Vorstand reden müssen! Gerade vor einem Streik bei ThyssenKrupp haben sie Angst, nur so können wir ihre Pläne durchkreuzen und unsere Forderungen durchsetzen“, meinte einer der Kollegen.