Umwelt

Imker und Umweltschützer rufen zum Verzicht auf bienengefährdende Beizmittel auf

Imker und Umweltschützer rufen zum Verzicht auf bienengefährdende Beizmittel auf
Durch die Verwendung von Pestiziden werden Bienenvölker dezimiert foto: Joe Sullivan

Berlin (Korrespondenz) - 01.08.13 - Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) appellieren an die deutschen Landwirte, bei der anstehenden Raps-Aussaat freiwillig auf Pestizide zu verzichten, die zur Gruppe der Neonikotinoide gehören.

Diese vor allem für Bienen gefährlichen Nervengifte werden zum Beizen des Saatgutes eingesetzt und sind nach Erkenntnissen von Toxikologen 6.000 bis 7.000mal giftiger als DDT. Untersuchungen ergaben, dass Neonikotinoide bei Bienen und Vögeln zu Einschränkungen der Orientierungsfähigkeit und zu Störungen des Immunsystems führen können.

Außerdem töten diese Pestizide viele Insektenarten, die Vögeln als Nahrung dienten. "Neonikotinoide sind für das Bienensterben und das Verschwinden von Vögeln in landwirtschaftlich geprägten Regionen mit verantwortlich", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
Für den Raps-Anbau in Deutschland auf einer Fläche von rund 1,5 Millionen Hektar werden über 16 Tonnen der bienengefährdenden Nervengifte freigesetzt.