Jugend

Sommercamp-Zeltgruppe besucht Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald

Truckenthal (Korrespondenz), 02.08.13: Eine Zeltgruppe des Sommercamps des Jugendverbands REBELL besuchte am 30. Juli das Konzentrationslager Buchenwald in Weimar. Wir bekamen einen Einblick in die Methoden des Hitler-Faschismus zur systematischen Massenvernichtung und erfuhren vom erfolgreichen und einzigartigen Widerstand sowie der Selbstbefreiung des Konzentrationslagers. Schon die Aufschrift des Eingangstores "Jedem das Seine" ließ uns die Leiden der damaligen Insassen spüren. Auch die Zellen der ehemaligen Häftlinge zeigten uns ein Bild von Folter, Schrecken und Angst.

Im stillen Gedenken durchschritten wir das ehemalige Krematorium. Wir waren entsetzt von den eiskalten Mordmethoden, wie dem Genickschuss im Arztzimmer, den Brennöfen der Firma Topf und Söhne und dem darunter liegenden Leichenkeller. Besonders gedachten wir Ernst Thälmann, dem ehemaligen Vorsitzenden der KPD, der in Buchenwald ermordet wurde. Vielen von uns ging diese Besichtigung sehr nahe und wir waren zunächst geschockt.

Wir besuchten die Ausstellung "Schwarz auf Weiß", die alte Dokumente, Briefe, Habseligkeiten der Häftlinge, Strichlisten der Toten und eine Dokumentation von Zeitzeugen über das KZ Buchenwald beinhaltete. Dennoch zeigte die Ausstellung nicht die Selbstbefreiung der Häftlinge. Ein Gruppenmitglied von uns verlaß die Rede, die anlässlich der 25-Jahrfeier der MLPD gehalten wurde. Sie handelt unter anderem von der Untergrundorganisation und vom Widerstand der Häftlinge.

Es ist unglaublich, dass an einem Ort ohne Menschlichkeit so viel Solidarität, Freiheitswille und Menschlichkeit gezeigt wurde und diese Selbstbefreiung möglich war. Dies gab uns neue Kraft. Wir besichtigten noch das Denkmal, das anlässlich dieses Verbrechens und der Befreiungsaktion errichtet wurde. Geschockt und gleichzeitig fasziniert von dem Erfolg der Häftlinge machten wir uns auf den Rückweg von diesem gelungen Ausflug.