Politik

Dauerarbeitslosigkeit steigt durch Hartz IV an

Dauerarbeitslosigkeit steigt durch Hartz IV an

09.08.13 – Das angebliche Ziel der vierten Hartz-Reform, arbeitsfähigen Bedürftigen schneller neue Arbeitsplätze zu verschaffen, wird überhaupt nicht erreicht.

Das bestätigt eine "Handelsblatt Online" vorliegende Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei. Die Hartz-Reformen haben demnach zu einer drastischen Verfestigung des Langzeitbezugs der Grundsicherung geführt. Die Linkspartei verglich Daten aus dem Arbeitsministerium von Ressortchefin Ursula von der Leyen (CDU) mit der Dauer der Arbeitslosigkeit von Sozialleistungsempfängern vor der Arbeitsmarktreform.

Nachdem mit Hartz IV die Transferleistungen für viele gekürzt, auch schlecht bezahlte Jobs für zumutbar erklärt und Sanktionen für die Ablehnung eines Stellenangebots verschärft wurden, hätte die durchschnittliche Verweildauer in der Grundsicherung zurückgehen müssen. Dies ist jedoch nicht geschehen. Die Verweildauern in Hartz IV sind deutlich länger als bei den Vorgängersystemen. Demnach stieg die Verweildauer bei Hartz IV-Leistungsberechtigten fast zehn Jahre nach Inkrafttreten der Reform um 270 Prozent an. Das bestätigt die Linie der MLPD, die im aktuellen Bundestagswahlkampf -  und nicht nur dann - die Forderung "Weg mit den Hartz-Gesetzen" aufstellt.