Umwelt

China: Hitzewelle im Süden - Überschwemmungen im Norden

China: Hitzewelle im Süden - Überschwemmungen im Norden
Flucht in die U-Bahnschächte (foto: voxeros)

11.08.13 - Schanghai - Chinas größte Industrie- und Hafenstadt - erlebt seit Anfang Juli die größte Hitzewelle seit 140 Jahren. Seit 30 Tagen sind die Temperaturen nicht mehr unter 35 Grad Celsius gesunken und teils über 40 Grad gestiegen. In der Hitze platzen Glasscheiben, in den Supermärkten schlüpfen Küken aus den angebotenen Eiern. Die Menschen flüchten sich in die etwas kühleren U-Bahnschächte, Bibliotheken oder andere herunter gekühlte Räume. Dauernd betriebene Klimaanlagen führen wiederum zum Stromausfällen. Die Krankenwägen sind im Dauereinsatz, um Hitzeopfer zu retten. Nach Prognosen des Pekinger Wetteramtes soll die Hitzewelle, die ein Drittel des ganzes Landes erfasst hat, noch bis Mitte August andauern.

In 13 südlichen Regionen und Provinzen Chinas herrscht eine gigantische Dürre. Allein in der Provinz Zheijiang sind von 77 Flüssen 41 bereits ausgetrocknet. Millionen Menschen leiden unter Trinkwassermangel. Dabei sind solche extreme regionale Hitzewellen und Dürren nur die Spitze des Eisberges. 

Viele Ackerböden werden auch durch riesige Überschwemmungen gefährdet. Solche gibt es derzeit zeitgleich zur Hitzewelle im Nordosten Chinas. Dort wurden durch Überschwemmungen nach Unwettern, wie sie derzeit auch in Japan toben, bereits 10,7 Milllionen Hektar Ackerland zerstört. Das bedeutet aktuell alleine in der Inneren Mongolei einen Verlust von 10,6 Milliarden Euro. Solche verschiedene Umweltkatastrophen zur gleichen Zeit sind kein Zufall. Auch dazu liefert das Buch „Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution“ handfeste Beweise: „ Extreme Wetterschwankungen sind zu beobachten, während die Klimakatastrophe heraufzieht: eine Zunahme von Überschwemmungen – Pakistan 2010, Kalifornien 2010, Ausstralien 2011- von Trockenperioden – Russland 2010- von extremer Kälte – Südamerika 2010, Europa 2010. Solche Unwetter verursachen nicht nur wachsende ökonomische Schäden, sondern führen direkt den Tod Hunderttausender Menschen herbei, weitere Millionen werden zu Flüchtlingen gemacht." (Seite 201)

Die MLPD hat die Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft, wie sie längst auch im bürokratisch-kapitalistischen China herrscht, zu einem Topthema ihres Bundestagswahlkampfes gemacht. Sie will damit auch das Umweltbewusstsein insgesamt stärken. Sie nutzt ihre übr 800 internationalen Kontakteu.a. nach China – auch über die Zusammenarbeit in der revolutionären Weltorganisation ICOR - zum Aufbau einer dringend notwendigen internationalen Widerstandsfront. Jede Stimme für die MLPD ist schließlich auch ein zukunftsträchtiges Votum für den Kampf um eine echte sozialistische Gesellschaft, in der die Einheit von Mensch und Natur wieder gefestigt und höher entwickelt wird.